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Russland und die Ukraine haben am heutigen 23. Oktober 2026 einen umfangreichen Gefangenenaustausch vollzogen, bei dem beide Seiten jeweils 270 Personen übergeben haben. Diese Aktion, die Teil einer bereits vor Monaten geplanten Vereinbarung ist, bringt auch ukrainische Soldaten zurück, die zuvor als tot galten. Für die Redaktion von RADIO REEPERBAHN in Hamburg ist dies eine Nachricht von großer humanitärer Bedeutung.
Besonders hervorzuheben ist, dass unter den freigelassenen Ukrainern auch fünf Personen sind, die nach einer verheerenden Explosion im russisch kontrollierten Gefängnis von Oleniwka im Jahr 2022 für tot gehalten wurden. Die Ukraine hatte Russland damals ein Kriegsverbrechen vorgeworfen, während Moskau die Ukraine für den Beschuss des Lagers verantwortlich machte. Die Heimkehrer umfassen Soldaten der Streitkräfte, der Nationalgarde und weiterer Einheiten sowie neun Zivilisten, von denen viele seit 2022 in russischer Gefangenschaft waren, darunter auch Verteidiger der südlichen Hafenstadt Mariupol. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Austausch auf der Plattform X mit den Worten: „270 unserer Leute sind zu Hause.“ Er fügte hinzu, dass die Suche nach allen anderen fortgesetzt werde.
Auf russischer Seite wurden ebenfalls 270 Soldaten übergeben, die nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zunächst nach Belarus gebracht werden, um dort medizinische und psychologische Unterstützung zu erhalten, bevor sie nach Russland weiterreisen. Solche Gefangenenaustausche sind eine der wenigen verbleibenden Kanäle, über die Moskau und Kiew trotz des anhaltenden Konflikts sporadisch in Kontakt treten. Diese Entwicklungen werden auch in Hamburg mit großem Interesse verfolgt.
Der jüngste Austausch wurde durch vorausgegangene Gespräche mit US-Unterhändlern zu Beginn dieser Woche ermöglicht und fand an einem Grenzübergang zwischen Belarus und der Ukraine statt. Die Vereinigten Arabischen Emirate spielen zudem eine verlässliche Vermittlerrolle bei den Gefangenenaustauschen. Erst im Mai dieses Jahres wurden beispielsweise 205 Gefangene auf jeder Seite ausgetauscht, als erster Schritt eines größeren 1000-zu-1000-Abkommens, das an eine kurzlebige Waffenruhe gekoppelt war. Darüber hinaus sind im November direkte Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, geplant, wobei die von den Vereinigten Staaten vermittelten direkten Gespräche seit Jahresbeginn blockiert waren.
Symbolbild – Foto: Plato Terentev / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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