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Jemenitische Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben die Kontrolle über strategisch wichtige Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab, einschließlich des Flughafens von Dhubab, von der Huthi-Miliz zurückerobert. Dies markiert einen bedeutenden Erfolg in der am Sonntag begonnenen Militäroperation, die unter dem Namen „Operation Dawn of Yemen“ bekannt ist. Die Huthis dementieren diese Angaben jedoch vehement und sprechen von einem Versuch, Misserfolge und wiederholte Niederlagen der Regierung zu vertuschen. Die Offensive der Regierung, die von Saudi-Arabien massiv unterstützt wird, zielt darauf ab, die im September erzielten Geländegewinne der Huthis vollständig rückgängig zu machen.
Die Meerenge Bab al-Mandab, auch als „Tor der Tränen“ bekannt, ist eine der weltweit wichtigsten maritimen Engpässe und von entscheidender Bedeutung für den internationalen Seehandel. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist Teil der zentralen Schifffahrtsroute zwischen dem Mittelmeer über den Suezkanal und dem Indischen Ozean, was sie zum kürzesten Seeweg zwischen Europa und Asien macht. Schätzungen zufolge passieren zwischen 7 und 12 Prozent des weltweiten Handels, insbesondere Ölexporte, diese Meerenge. Die Kontrolle über Orte wie Dhubab ermöglicht die Überwachung des zivilen Schiffsverkehrs sowie Angriffe mit Drohnen und Raketen, was die Region zu einem hart umkämpften Militärschauplatz macht. Für eine Hafenstadt wie Hamburg und den globalen Handel ist die freie Passage hier von immenser Bedeutung.
Die nun laufende Großoffensive der jemenitischen Regierung, angeführt vom Präsidialratsvorsitzenden Raschad al-Alimi, hat das erklärte Ziel, alle von der Huthi-Miliz besetzten Gebiete zurückzuerobern, einschließlich der Hauptstadt Sanaa, die seit Jahren unter Huthi-Kontrolle steht. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition leistet dabei umfassende Luftunterstützung mit rund 100 Kampfflugzeugen und hat bereits über 1100 Angriffe auf Huthi-Stellungen mit Kampfflugzeugen, Artillerie, Raketen und Drohnen geflogen. Militärquellen berichten zudem vom Start einer strategischen Offensive in Richtung Sanaa. Neueste Videoaufnahmen scheinen die Rückeroberung des Flughafens von Dhubab zu bestätigen.
Die Huthi-Miliz, die als Verbündeter des Irans gilt, widerspricht den Erfolgsmeldungen der Regierungstruppen vehement. Sie sprach von einem Versuch, Misserfolge und wiederholte Niederlagen zu vertuschen. Gleichzeitig reklamieren die Huthis weiterhin eigene Geländegewinne, beispielsweise im Bezirk al-Mawasit nahe Taiz, wo sie eine wichtige Versorgungsroute der Regierungstruppen nach Aden bedrohen. Am Wochenende meldeten die Huthis zudem erneute Angriffe mit Drohnen und ballistischen Raketen auf saudische Öl-Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Riad und im Gebiet von Churais.
Diese anhaltenden Spannungen haben direkte Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens. Das Königreich musste wegen des Konflikts eine seiner Pipelines erneut schließen. Erst vor rund drei Wochen hatte ein Angriff den Betrieb der rund 1200 Kilometer langen Ost-West-Pipeline, die den Persischen Golf unter Umgehung der Straße von Hormus mit dem Roten Meer verbindet, für elf Tage unterbrochen. Die Situation im Jemen bleibt somit weiterhin komplex und volatil, was auch für Medien wie RADIO REEPERBAHN Hamburg von kontinuierlicher Relevanz ist, da die Entwicklungen weitreichende globale Auswirkungen auf Handel und Sicherheit haben.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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