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In Stockholm wurden die Preisträgerinnen des diesjährigen Right Livelihood Award, auch bekannt als Alternativer Nobelpreis, bekannt gegeben. Die prestigeträchtige Auszeichnung geht in diesem Jahr ausschließlich an Frauen und von Frauen geführte Organisationen. Als Redakteur von RADIO REEPERBAHN Hamburg freuen wir uns, diese wichtige Nachricht mit unseren Zuhörern und Lesern teilen zu können, denn sie ehrt mutige Persönlichkeiten und Initiativen, die sich weltweit für eine gerechtere Welt einsetzen. Neben der bereits genannten Georgian Young Lawyers‘ Association aus Georgien wurden drei weitere beeindruckende Preisträgerinnen geehrt, die sich gegen tief verwurzelte Machtstrukturen stemmen.
Die Georgian Young Lawyers‘ Association (GYLA) aus Georgien erhält den Preis für ihren unermüdlichen Einsatz zum Aufbau und Schutz der georgischen Demokratie und zur Aufrechterhaltung der zivilgesellschaftlichen Macht angesichts autoritärer Unterdrückung. Die Vereinigung wurde bereits 1994 von ehrenamtlichen Juristen gegründet, die maßgeblich an der Ausarbeitung der ersten Verfassung des Landes nach der Unabhängigkeit beteiligt waren. Es ist das erste Mal, dass eine Auszeichnung des Right Livelihood Awards nach Georgien geht, was die Bedeutung ihrer Arbeit in einer sich wandelnden politischen Landschaft unterstreicht.
Eine weitere Preisträgerin ist Jalila Haider aus Pakistan, eine Menschenrechtsanwältin und die erste Anwältin aus ihrer Hazara-Minderheit, die Barrieren durchbricht, um ethnischer, staatlicher und patriarchaler Verfolgung entgegenzutreten. Ihre Kanzlei hat über 7.000 Fälle bearbeitet und unter anderem die Wiederherstellung der Reisefreiheit für 600 politische Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger erwirkt. Ebenfalls ausgezeichnet wird die Rural Women’s Assembly, ein Netzwerk von über 178.000 Kleinbäuerinnen in elf Ländern des südlichen Afrikas. Sie verteidigen Land, Saatgut und Selbstbestimmung gegen Konzerne und patriarchalische Strukturen und haben 24 Standorte zur Samenerhaltung sowie Hunderte lokaler Saatgutsorten dokumentiert.
Die vierte Preisträgerin ist die äthiopisch-amerikanische KI-Forscherin Timnit Gebru aus den USA. Sie wird für ihre Arbeit gewürdigt, die konzentrierte Macht in der Künstlichen Intelligenz herauszufordern und digitale Technologien zu entwickeln, die auf Gerechtigkeit, gelebter Erfahrung und menschlicher Selbstbestimmung basieren. Als Gründerin des KI-Forschungsinstituts DAIR hat sie Schäden durch KI-Systeme im Alltag diskriminierter und marginalisierter Gruppen aufgezeigt. Ole von Uexkull, der Geschäftsführer der Right-Livelihood-Stiftung, betonte, dass die Ausgezeichneten Regeln neu schreiben, von denen „Autokraten, Patriarchen und die mächtigsten Männer des Silicon Valley glaubten, sie allein dürften sie schreiben“. In Hamburg, wo der Kampf für soziale Gerechtigkeit ebenfalls eine lange Tradition hat, werden diese Botschaften mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
Die diesjährigen Preisträgerinnen wurden aus 200 Nominierungen aus 72 Ländern ausgewählt und stellen sich gezielt den tief verwurzelten Machtstrukturen von autoritärer Herrschaft, patriarchaler Gewalt und einer unkontrollierten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz entgegen. Die Verleihung des Right Livelihood Award, der seit 1980 vom schwedisch-deutschen Philanthropen Jakob von Uexküll ins Leben gerufen wurde, findet am 1. Dezember in Stockholm statt. Die Stiftung unterstützt die Laureaten langfristig, um ihre wichtige Arbeit zu fördern und zu schützen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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