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Han Kangs Bestseller im Hamburger Thalia Theater

today17. September 2026 8

Hintergrund
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Der Bestseller der südkoreanischen Schriftstellerin Han Kang wurde im Hamburger Thalia Theater in der Gaußstraße als Theaterstück adaptiert. Das Stück verspricht einen spannenden und unter die Haut gehenden Abend für die Zuschauer. Es handelt sich um Han Kangs preisgekrönten Roman „Die Vegetarierin“, der am Samstag, den 12. September 2026, um 20:00 Uhr Premiere feierte. Die Autorin wurde 2024 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, was ihrem Werk zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft.

„Die Vegetarierin“ erzählt die Geschichte der jungen Yeong-hye, die eines Tages nach verstörenden Träumen beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Diese scheinbar einfache Entscheidung entwickelt sich zu einem radikalen Akt des Widerstands gegen Kontrolle, Gewalt und gesellschaftliche Erwartungen, der die Grundfesten ihrer Ehe und Familie erschüttert. Der Roman, und damit auch die Theateradaption, ist ein eindringlicher Appell für Gewaltverzicht, eine Liebeserklärung an die Selbstbestimmung und eine poetisch verstörende Studie über die Zerbrechlichkeit menschlicher Identität.

Die Inszenierung im Thalia Theater wurde von Regisseurin Lilja Rupprecht umgesetzt. Sie widmet sich der vielschichtigen Thematik von leisem Widerstand und der unerwarteten Weite des Ichs. Das Stück zeichnet den Weg der Protagonistin nach, die sich im Verlauf der Handlung in eine Pflanze verwandeln möchte, was als Protest gegen Gewalt und Sexismus in ihrem Leben interpretiert wird. Die Erzählung erfolgt, wie in der Romanvorlage, in drei Teilen und aus den Perspektiven von Yeong-hyes Ehemann, Schwager und Schwester, während die „Vegetarierin“ selbst oft eine Leerstelle auf der Bühne bleibt. Vier Performer, darunter Patrick Bimazubute und Caroline Junghanns, bringen die einstündige Produktion auf die Bühne.

Die Regie wagt viel in der Umsetzung des Stoffes, was in weiten Teilen als gelungen beschrieben wird. Die Produktion des Thalia Theaters in der Gaußstraße wurde von der Presse positiv aufgenommen, mit Erwähnungen eines „überwältigenden Schlussmonologs von Caroline Junghans“ und der Bezeichnung als „gelungener Kunstgriff“. Han Kang stellt in ihrem Werk die Zerbrechlichkeit des Menschen in den Mittelpunkt und fragt nach den Gründen für Gewalt und Schmerz in der Welt, aber auch nach ihrer Schönheit und der Möglichkeit von Verbundenheit und Liebe als Rettung. Das Thalia Theater setzt mit dieser Produktion, neben anderen Stücken, ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung zum Saisonauftakt.

Symbolbild – Foto: cottonbro studio / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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