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Ein Lkw-Fahrer wurde nach einem tödlichen ICE-Unfall im Hamburger Stadtteil Rönneburg angeklagt. Der Vorfall ereignete sich am 11. Februar 2025 am beschrankten Bahnübergang Reller. Bei der Kollision vor über eineinhalb Jahren kam ein Fahrgast ums Leben, und zwölf weitere Personen wurden verletzt.
Dem 36-jährigen Lkw-Fahrer werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg soll der Angeschuldigte versucht haben, den Bahnübergang mit seiner Sattelzugmaschine samt Auflieger zu passieren. Dabei habe er mehrfach rangiert und angehalten, wodurch sich das Fahrzeug noch im Gefahrenbereich befand, als der ICE 613 auf dem Weg von Hamburg nach München herannahte und mit dem Auflieger kollidierte.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre, wenn der Lkw-Fahrer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet und den Bahnübergang zügiger und ohne Aufenthalt passiert hätte. Der mit 291 Fahrgästen besetzte ICE konnte eine Kollision nicht mehr verhindern.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 55-jährige Fahrgast, der Hamburger Historiker Prof. Thomas Großbölting, gegen den Tisch einer Sitzgruppe geschleudert und verstarb an den Folgen eines stumpfen Bauchtraumas. Unter den zwölf weiteren Verletzten erlitt eine Frau schwerste Verletzungen am Oberkörper, darunter eine Rippenserienfraktur, während andere Reisende Prellungen und Schnittverletzungen davontrugen. Der entstandene Sachschaden am Zug und an weiteren Einrichtungen der Deutschen Bahn beläuft sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Über die Anklage muss nun das Landgericht Hamburg entscheiden.
Symbolbild – Foto: Alexander Zvir / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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