Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am heutigen Freitag einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach eventuell anfallende Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen an die Vereine weitergereicht werden. Die Entscheidung sieht vor, dass der DFB Bescheide für entstandene Mehrkosten mindestens anteilig an den jeweiligen Heimverein weitergeben wird.
Hintergrund dieses weitreichenden Beschlusses ist eine gesetzliche Regelung im Land Bremen, die in den vergangenen Jahren Gegenstand eines Rechtsstreits mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) war. Das Bundesverfassungsgericht hatte in dieser Angelegenheit entschieden, dass die Erhebung von Gebühren für den polizeilichen Mehraufwand bei sogenannten Hochrisikospielen grundsätzlich rechtmäßig ist. Bislang war Bremen das einzige Bundesland, das die Fußballvereine für zusätzliche Polizeikosten bei solchen risikobehafteten Begegnungen zur Kasse gebeten hat.
Der DFB sah sich zu diesem Grundsatzbeschluss veranlasst, da aktuell auch die saarländische Landesregierung plant, eine vergleichbare Regelung einzuführen. Der Verband betonte, dass er aufgrund seiner bestehenden Vermögensbetreuungspflicht grundsätzlich auch verpflichtet ist, solche Kosten an die Vereine weiterzuleiten.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf äußerte sich zu der Entscheidung und betonte, dass der Verband die Gebührenerhebung für Polizeikosten weiterhin für den falschen Ansatz hält. Neuendorf erklärte, das gemeinsame Ziel von Politik, Polizei, Verbänden und Vereinen müsse es sein, die Sicherheitslage vor Ort zu verbessern und die Einsatzstunden der Polizei anlässlich von Fußballspielen zu verringern. Eine Gebührenregelung allein werde dies nicht erreichen, weshalb der DFB weiterhin einen kooperativen Ansatz in der Zusammenarbeit bevorzugt.
In der Vergangenheit hatte die DFL bereits Bedenken geäußert, dass derartige Gebührenbescheide, die sich schnell auf sechsstellige Summen belaufen können, für Vereine unterhalb der 2. Bundesliga potenziell existenzbedrohend sein könnten. Die aktuelle DFB-Entscheidung überträgt diese finanzielle Belastung nun formal auf die einzelnen Heimvereine, die für Hochrisikospiele verantwortlich sind.
Symbolbild – Foto: Omar Ramadan / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG
Beitrags-Kommentare (0)