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Singapurs Regierungschef erhält weitere Gehaltserhöhung

today10. September 2026 8

Hintergrund
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Singapurs Premierminister Lawrence Wong, der bereits als der weltweit bestbezahlte Regierungschef bekannt ist, erhält eine weitere Gehaltserhöhung. Sein Richtwert für das Jahresgehalt wird von rund 2,2 Millionen Singapur-Dollar (etwa 1,5 Millionen Euro oder 1,7 Millionen US-Dollar) auf 3,6 Millionen Singapur-Dollar (rund 2,8 Millionen US-Dollar) steigen, was einer Steigerung von 64 Prozent entspricht. Die Regierung des Stadtstaates verteidigt die Maßnahme mit den hohen Lebenshaltungskosten und der Notwendigkeit, Spitzenkräfte für Regierungsämter zu gewinnen und zu halten, um eine gute Regierungsführung zu gewährleisten und Korruption vorzubeugen.

Diese Anpassung ist die erste ministerielle Gehaltsanhebung seit 15 Jahren und folgt den Empfehlungen eines im Dezember 2025 eingesetzten unabhängigen Ausschusses. Der Ausschuss bekräftigte, dass die Gehälter an das Medianeinkommen der obersten 1.000 singapurischen Verdiener gekoppelt sein sollten, wobei ein Abschlag von 40 Prozent die Ethik des öffentlichen Dienstes widerspiegelt. Allerdings werden bestehende Amtsträger die neuen Richtwerte nicht sofort erreichen; stattdessen erhalten sie ab dem 15. Oktober eine einmalige Anpassung von bis zu 9 Prozent, abhängig von ihrer Leistung und ihren Verantwortlichkeiten. Mit einer 9-prozentigen Anpassung würde Wongs Gehalt beispielsweise auf etwa 2,4 Millionen Singapur-Dollar (rund 1,89 Millionen US-Dollar) ansteigen.

Premierminister Wong, der sein Amt am 15. Mai 2024 antrat, bezeichnete das Thema der politischen Gehälter als „schwierig und emotional“ und erklärte, er verstehe die genaue Prüfung durch die Bürger. Dennoch betonte er, dass die Frage letztlich darin bestehe, ob Singapur weiterhin die nötige Qualität der politischen Führung haben werde, um das Land voranzubringen. Schon vor der jüngsten Erhöhung übertraf das Gehalt des singapurischen Premierministers die Bezüge vieler anderer Staats- und Regierungschefs erheblich, darunter der US-Präsident, der jährlich 400.000 US-Dollar verdient, und der britische Premierminister mit etwa 230.000 US-Dollar jährlich.

Die Ankündigung der Gehaltserhöhungen hat in Singapur gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während einige Bürger die Erhöhungen angesichts der hohen Verantwortung und der bisherigen Leistungen der Regierung für gerechtfertigt halten, äußern andere Bedenken hinsichtlich des Ausmaßes der Anhebung und fordern mehr Transparenz, insbesondere angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten. Oppositionsparteien kritisierten die Maßnahme und argumentierten, dass der öffentliche Dienst nicht primär durch das Gehalt motiviert werden sollte und stellten die Notwendigkeit solch hoher Gehälter zur Talentgewinnung infrage. Singapur gilt als eine der teuersten Städte der Welt, insbesondere die Mietpreise sind sehr hoch, wobei eine Ein-Zimmer-Wohnung außerhalb des Stadtzentrums zwischen 1.800 und 3.000 Singapur-Dollar kosten kann und in Prime-Lagen über 5.000 Singapur-Dollar. Auch die Kosten für Nebenkosten, Essen und Transport tragen zu den hohen Ausgaben bei.

Als Reaktion auf die Diskussionen über die Gehälter hat Premierminister Wong angekündigt, die gesamte Erhöhung seines eigenen Gehalts während seiner Amtszeit für „geeignete gute Zwecke“ zu spenden. Er stellte jedoch klar, dass dies seine persönliche Entscheidung sei und er nicht erwarte, dass andere Amtsträger dasselbe tun. Die Regierung vertritt weiterhin die Auffassung, dass ein wettbewerbsfähiges Gehaltssystem unerlässlich ist, um erstklassige Führungspersönlichkeiten anzuziehen und die Integrität sowie Effektivität der Regierungsführung in Singapur zu sichern.

Symbolbild – Foto: SHOX ART / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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