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RADIO REEPERBAHN Hamburg präsentiert einen ausführlichen Online-Artikel:
Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg eröffnet am 11. September 2026 eine wegweisende Ausstellung mit dem Titel „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“. Diese Schau würdigt die entscheidende Rolle, die jüdische Kunstsammlerinnen und -sammler bei der Etablierung, Förderung und Verteidigung der modernen Kunst seit der Wende zum 20. Jahrhundert spielten. Durch akribische „detektivische Arbeit“, wie in unserer Ausgangsmeldung betont, wurden Raritäten mit Bildern von Van Gogh, Modersohn-Becker und Picasso zusammengetragen, um 15 bedeutende jüdische Kunstsammlungen zu rekonstruieren.
Die Ausstellung, die bis zum 29. März 2027 läuft, versammelt rund 100 Meisterwerke, die heute über die ganze Welt verstreut sind. Sie umfasst Werke vom Realismus und Impressionismus über Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit und zeigt neben den bereits genannten Namen auch Arbeiten von Künstlern wie Paul Cézanne, Lovis Corinth, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Viele dieser Leihgaben kommen erstmals wieder nach Deutschland, darunter aus New York, Hawaii, Tokio und Jerusalem.
Im Zentrum der Ausstellung stehen nicht nur die Kunstwerke selbst, sondern auch die Persönlichkeiten und Geschichten hinter den Sammlungen. Beleuchtet werden das Engagement von 15 Familien, Paaren und Einzelpersonen, darunter die Familie Hirschland, Paul und Clothilde Schüler, Max Meirowsky, Rosa Schapire und Margarete Mauthner. Ihre Biografien, die in der Zeit des Nationalsozialismus von Entrechtung, Enteignung, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung geprägt waren, werden durch historische Dokumente und Fotografien eindringlich sichtbar gemacht.
Die Kuratoren Dr. Kathrin Baumstark und Stefan Koldehoff haben durch umfangreiche Recherchen zu den oft gewaltbedingt fragmentierten Objektbiografien die Wege der einzelnen Kunstwerke bis heute nacherzählt. Damit leistet die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zu den aktuellen Debatten um Provenienzforschung und die Restitution von NS-Raubkunst. Die gesamte Schau steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, was die überregionale Bedeutung und den historischen Stellenwert dieses Projekts unterstreicht.
Symbolbild – Foto: Darya Sannikova / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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