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In Hamburg-Bergedorf hat der Startschuss für die Bauarbeiten an einer neuen Batteriespeicheranlage gefallen. Das schwedische Unternehmen „Flower“ realisiert hier eine Anlage, die nicht nur die leistungsfähigste ihrer Art in der Hansestadt werden soll, sondern auch maßgeblich zur Energiesicherheit beitragen wird. Sie ist zudem als der größte Batteriespeicher innerhalb einer deutschen Großstadt konzipiert.
Das Projekt, welches eine Investition von rund 100 Millionen Euro umfasst, soll eine beeindruckende Leistung von 100 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von 400 Megawattstunden (MWh) bieten. Dies entspricht einer Entladezeit von etwa vier Stunden, was deutlich über dem derzeitigen Marktdurchschnitt von rund zwei Stunden liegt und einen neuen Trend in der Speichertechnologie darstellt. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2028 geplant, nachdem Flower gemeinsam mit lokalen Partnern die notwendigen Netzanschlüsse und Genehmigungen gesichert hat.
Der Standort in Hamburg-Bergedorf ist dabei strategisch günstig gewählt. Auf einer rund zwei Hektar großen Gewerbefläche im Stadtteil Allermöhe entsteht der Speicher in direkter Nähe zum Energie-Campus der HAW Hamburg und dem entstehenden Innovationspark Bergedorf, der auf erneuerbare Energien ausgerichtet ist. Die spezifische Bodenbeschaffenheit der Fläche, die sie für andere gewerbliche Nutzungen kaum infrage kommen lässt, macht sie hingegen ideal für den Bau eines Batteriespeichers. Hamburg Invest und Scaleup Hamburg unterstützten Flower aktiv bei der Flächensuche und Standortentwicklung.
Der Batteriespeicher von Flower wird eine entscheidende Rolle für die Energiewende in Hamburg spielen. Er soll das Stromnetz stabilisieren, erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft besser integrieren und Stromspitzen abpuffern. Dadurch können Abregelungen von überschüssigem Grünstrom vermieden und die Preise an den Strombörsen geglättet werden. Die Fähigkeit des Speichers, in Millisekunden auf Netzschwankungen zu reagieren, trägt zudem zur Frequenzregelung bei – deutlich schneller als konventionelle Kraftwerke. Flower selbst sieht das Projekt als wichtigen Meilenstein, um Batteriespeicher in Deutschland zu skalieren und die Stabilität des nationalen und regionalen Stromsystems zu unterstützen.
Das schwedische Energy-Tech-Unternehmen Flower hat sich als führender Projektentwickler für netzgekoppelte Batterien in Europa etabliert und betreibt bereits Speicherprojekte in Schweden, den Niederlanden, Frankreich und Belgien. Deutschland erlebt aktuell einen Boom bei Batteriespeichern, die für die nächste Phase der Energiewende immer wichtiger werden, da sie maßgeblich zu einem zuverlässigen und flexiblen Energiesystem beitragen.
Symbolbild – Foto: Martijn Stoof / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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