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Im laufenden Ocean Race Atlantic hat der Hamburger Segler Boris Herrmann mit seiner neuen Malizia 4 an Boden verloren. Dies ist das erste Rennen für ihn mit dem neuen Boot und stellt eine wichtige Bewährungsprobe für die erst Anfang Juli getaufte Rennyacht dar. Die hochmoderne Yacht wurde mit viel Entwicklungsarbeit konzipiert und soll schneller sein als die Konkurrenz.
Tatsächlich startete die Malizia 4 am 2. September 2026, dem offiziellen Start des erstmalig ausgetragenen Ocean Race Atlantic, überaus vielversprechend. Der 3.200 Seemeilen lange Sprint von New York nach Lorient begann mit einem starken Auftritt von Team Malizia, das auf den ersten Meilen die Führung übernahm und auch den ersten der täglichen „Supersprints“ souverän gewann. Insbesondere bei Hoch-am-Wind-Bedingungen zeigte die neue Yacht ihre Stärken und konnte Konkurrenten wie DMG Mori Global One auf Distanz halten.
Der Verlust an Boden, über den RADIO REEPERBAHN berichtete, ist auf einen schwerwiegenden Zwischenfall zurückzuführen: Rund zweieinhalb Tage nach dem Start, am 5. September 2026, kollidierte die Malizia 4 im Nordatlantik bei etwa 25 Knoten Bootsgeschwindigkeit mit einem Meeressäuger oder einem großen Fisch. Der Aufprall beschädigte den Hydraulikzylinder des Backbord-Foils, einer der beiden Tragflächen des Bootes. Zusätzlich zu diesem Zwischenfall meldete die Crew auch ein Autopilotenversagen.
Trotz dieser technischen Probleme zeigt das Team um Boris Herrmann, das neben ihm aus den Co-Skippern Cole Brauer, Justine Mettraux und Julien Villion sowie Bordreporter Gauthier Lebec besteht, bemerkenswerte Resilienz. Die Crew konnte den beschädigten Foil sichern und festgezurrt arretieren, sodass keine weiteren strukturellen Schäden am Boot oder Foil zu befürchten waren. Obwohl der Rückstand zwischenzeitlich auf über 100 Seemeilen anwuchs, konnte Team Malizia bis zum 7. September ihren Rückstand auf die führenden Boote „United by the Ocean“ und „11th Hour Racing“ halbieren und lag nur noch rund 50 Seemeilen zurück. Die Bedingungen im Nordatlantik sind weiterhin herausfordernd, mit einer Mischung aus starken Winden, hohen Wellen und nun auch leichteren Winden im Anflug auf ein Hochdruckgebiet.
Für Boris Herrmann und Team Malizia ist dieses Rennen nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern auch Teil ihrer Mission „A Race We Must Win – Climate Action Now!“, mit der sie auf den Klimawandel aufmerksam machen wollen. Die Malizia 4 wird in dieser ersten Auflage des Ocean Race Atlantic voraussichtlich zwischen acht und neun Tagen unterwegs sein, um die Ziellinie in Lorient, Frankreich, zu erreichen.
Symbolbild – Foto: Joe Ambrogio / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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