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Flughafen Hamburg: Zwei Wochen lang mehr Fluglärm über Niendorf und Langenhorn

today9. September 2026 12

Hintergrund
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Anwohner in Niendorf und Langenhorn müssen sich ab dem heutigen Dienstag auf einen deutlich erhöhten Fluglärmpegel einstellen. Grund hierfür sind turnusmäßige Wartungsarbeiten an einer der beiden Start- und Landebahnen des Hamburger Flughafens. Für die kommenden zwei Wochen, genauer gesagt bis zum 23. September 2026, wird der gesamte Flugbetrieb über die verbleibende zweite Piste abgewickelt.

Konkret ist die Start- und Landebahn 15/33, die zwischen Norderstedt und Alsterdorf verläuft, für diese Zeit gesperrt. Alle ankommenden und abfliegenden Maschinen werden stattdessen die Start- und Landebahn 05/23 nutzen, deren Einflugschneise direkt über Niendorf und Langenhorn führt. Diese Maßnahmen sind jährlich notwendig, um einen sicheren Flugbetrieb am Hamburg Airport zu gewährleisten.

Die umfassenden Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten bündeln während der Sperrzeit mehrere wichtige Gewerke, die im laufenden Betrieb nicht realisierbar wären. Dazu gehören unter anderem das Entfernen von Gummiabrieb in den sogenannten Touchdown-Zonen, die Reinigung der Sielleitungen sowie die Erneuerung der Pistenmarkierungen. Parallel dazu wird die gesamte Elektrik der Startbahn überprüft. Zudem steht am Pistenende in Alsterdorf ein größeres Bauprojekt an, bei dem eine ausgedehnte Asphaltfläche und eine Entwässerungsrinne erneuert werden. Diese Maßnahmen sind auch eine Folge der konkretisierten und erhöhten Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union Aviation Safety Agency (EASA) an Flughafen-Start- und Landebahnen, die eine engmaschigere Beobachtung und schnellere Reaktion auf festgestellte Mängel erfordern.

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass sich der Flugverkehr am Hamburger Airport auf eine Bahn konzentriert. Bereits im Juni 2026 wurden Wartungsarbeiten an der Gegenbahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) durchgeführt. Damals wurde der gesamte Flugverkehr über Norderstedt und Alsterdorf geleitet, was die turnusmäßige Abwechslung der Pistensperrungen im Jahresrhythmus verdeutlicht. Martin Borstelmann, Projektleiter Tiefbau am Hamburg Airport, vergleicht diese jährlichen Arbeiten mit einer Fahrzeuginspektion, die unerlässlich sei, um die Infrastruktur fit für die kommenden Monate zu halten und Passagieren weiterhin sicheres und zuverlässiges Reisen zu ermöglichen.

Die Konzentration des Flugverkehrs auf eine Piste führt während des Wartungszeitraums zu einer spürbar veränderten Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Insbesondere die dicht besiedelten Stadtteile Niendorf und Langenhorn sind von der Umleitung betroffen und müssen sich auf eine erhöhte Geräuschkulisse einstellen. Fluglärmschutzbeauftragte und Bürgerinitiativen beobachten diese regelmäßig wiederkehrenden Bahnsperrungen kritisch, da die gebündelten Starts und Landungen über diesen Gebieten eine gesteigerte Lärmbelastung bedeuten. Zudem besteht bei einer hohen Pistenbelastung in den betriebsintensiven Morgen- und Abendstunden das Risiko von Verspätungen im regulären Flugplan.

Symbolbild – Foto: Justin Wolfert / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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