Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Die Zahl der Opfer durch Streubomben hat sich im vergangenen Jahr weltweit mehr als verdreifacht und ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Laut dem heute veröffentlichten Streubomben-Monitor 2026, einer Erhebung von Nichtregierungsorganisationen, wurden 2025 insgesamt 1.063 Menschen durch diese verheerenden Waffen getötet oder verletzt. Besonders betroffen ist die Ukraine, wo 927 Opfer registriert wurden. Dieser drastische Anstieg, der eine mehr als Vervierfachung gegenüber den 208 Opfern des Jahres 2024 in der Ukraine darstellt, verdeutlicht die tödlichen Folgen der fortgesetzten Nutzung von Streumunition in Konfliktgebieten.
Der Streubomben-Monitor 2026 hebt hervor, dass ein überwältigender Anteil der Opfer Zivilisten sind. 87 Prozent der Getöteten und Verletzten im Jahr 2025 waren Zivilistinnen und Zivilisten, was die wahllos tödliche Wirkung dieser Waffen unterstreicht. Neben der Ukraine wurden Angriffe mit Streumunition im Berichtszeitraum 2025 auch im Iran, in Myanmar, Russland und Thailand dokumentiert. Die Hilfsorganisation Handicap International, die den Monitor mit herausgibt, fordert angesichts dieser Zahlen dringend mehr finanzielle Unterstützung für die Opfer, die Räumung kontaminierter Gebiete und umfassende Gefahrenaufklärung.
Streubomben setzen am Ziel eine Vielzahl kleinerer Sprengkörper, sogenannte Submunitionen, frei, die sich weiträumig verteilen. Viele dieser Kleinbomben explodieren nicht sofort und bleiben als gefährliche Blindgänger zurück. Diese Blindgänger stellen oft über Jahre eine enorme Bedrohung dar, insbesondere für Kinder, die die glänzenden Sprengkörper mit Spielzeug verwechseln und beim Spielen getötet oder verletzt werden. Das 2008 verabschiedete und 2010 in Kraft getretene Übereinkommen über Streumunition, auch bekannt als Oslo-Konvention, verbietet den Einsatz, die Entwicklung, die Produktion, die Lagerung und die Weitergabe dieser Waffen. Aktuell gehören 112 Staaten diesem Vertrag an, weitere 12 Staaten haben ihn unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert.
Bedauerlicherweise sind große Militärmächte und wichtige Nutzerstaaten wie die Vereinigten Staaten, Russland, die Ukraine und China der Konvention nicht beigetreten. Dies hat gravierende Folgen, da sowohl russische als auch ukrainische Streitkräfte im aktuellen Konflikt in der Ukraine Streumunition einsetzen. Die USA haben der Ukraine zwischen Juli 2023 und Oktober 2024 mindestens sieben Lieferungen von Streumunition zukommen lassen, was international auf Kritik stieß. Ein weiterer Rückschlag für das Übereinkommen war der Austritt Litauens im Jahr 2025, der die Wirksamkeit des Vertrages erheblich schwächt.
Die anhaltende Nutzung und die steigenden Opferzahlen stellen eine ernste Warnung dar, dass die Fortschritte bei der Ächtung von Streumunition nicht als selbstverständlich angesehen werden dürfen. Mindestens 29 Staaten oder Gebiete sind weiterhin mit Blindgängern kontaminiert. Tiefgreifende Kürzungen bei der internationalen Entwicklungs- und Hilfsfinanzierung beeinträchtigen zudem die Räumungsarbeiten und die Unterstützung für Überlebende. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung ist es entscheidend, dass die internationale Gemeinschaft ihre Anstrengungen verstärkt, um die Streubombenkonvention zu stärken und weitere Staaten zum Beitritt zu bewegen, um zukünftiges Leid durch diese grausamen Waffen zu verhindern.
Symbolbild – Foto: Safi Erneste / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG
Beitrags-Kommentare (0)