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RADIO REEPERBAHN Hamburg berichtet: Der umfangreiche Nachlass des beliebten Komikers und Schauspielers Heinz Erhardt findet eine neue Heimat im Haus der Geschichte in Bonn. Über 200 Gegenstände aus seinem ehemaligen Hamburger Zuhause in Wellingsbüttel sowie aus einer Lagerhalle werden als Dauerleihgabe an die bundesweite Institution überführt, um das Andenken an den unvergessenen Humoristen zu bewahren.
Zu den über 200 Objekten, die nun in die Obhut des Museums gelangen, gehören neben Briefen an seine Frau, zahlreichen Fotos und seiner Schreibmaschine auch 19 persönliche Tagebücher, die als Herzstück der Sammlung gelten. Diese Tagebücher, die Erhardt seit den 1940er-Jahren füllte, bieten seltene Einblicke in seine Arbeit, sein Selbstverständnis und seine akribische Herangehensweise an seinen Beruf. Die Sammlung lagerte zuvor jahrzehntelang im Keller eines Hauses in Hamburg, in dem noch heute eine Tochter Erhardts lebt. Die Überführung nach Bonn wurde erst jetzt möglich, nachdem die Erben einen jahrelangen Streit um den Nachlass beigelegt hatten.
Für das Haus der Geschichte ist die Annahme des Nachlasses von Heinz Erhardt bemerkenswert, da die Institution nach eigenen Angaben normalerweise keine Nachlässe annimmt. Sammlungsdirektor Manfred Wichmann betonte, dass Erhardt „wie wenige andere Humoristen für einen übergreifenden Zeitraum in der deutschen Geschichte“ stehe. Erhardts Witz in seinen Filmen beruhe auf einer genauen Beobachtung der damaligen Sittenbilder und helfe, jene Zeit zu verstehen, so Wichmann.
In den kommenden Monaten werden die Objekte in Bonn wissenschaftlich aufgearbeitet: Sie werden gelesen, vermessen, fotografiert, digitalisiert und katalogisiert. Eine öffentliche Präsentation der Exponate ist voraussichtlich für das Jahr 2029 geplant. Dieses Datum ist symbolträchtig, da es Heinz Erhardts 50. Todestag und zugleich seinen 120. Geburtstag markiert. Damit wechselt der Nachlass von der privaten Verwahrung in eine öffentliche Sammlung und wird für die Nachwelt dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Verlegung des Nachlasses sichert nicht nur das materielle Erbe des 1909 in Riga geborenen und 1979 in Hamburg verstorbenen Komikers, Musikers und Schauspielers, sondern erfüllt auch seinen persönlichen Wunsch. Seine Enkelin Nicola Tyszkiewicz berichtete, Erhardt habe panische Angst gehabt, nach seinem Tod vergessen zu werden. Mit diesem Schritt wird seine einzigartige Rolle in der deutschen Unterhaltungskultur gefestigt und seine humorvolle Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache für zukünftige Generationen erfahrbar gemacht.
Symbolbild – Foto: Sergei A / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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