Hamburg Update

„HörBus Nahost“ ermöglicht Schülerdialog über Israel und Palästina

today8. September 2026 3

Hintergrund
share close

Der „HörBus Nahost“ tourt aktuell durch Deutschland und ermöglicht auch Schülerinnen und Schülern in Hamburg einen einzigartigen Raum für den Dialog über die komplexen Themen Israel und Palästina. Bei dem Projekt handelt es sich um einen speziellen Doppeldeckerbus, der als mobile multimediale Ausstellung konzipiert ist und direkt auf Schulhöfe kommt, um dort Gespräche und Verständnis zu fördern.

Im Inneren des umgebauten Busses erwartet die Jugendlichen eine Ausstellung, die Audio-, Video- und Textelemente miteinander verbindet. Gezeigt werden persönliche Stimmen und Perspektiven von Menschen aus Deutschland, Israel und Palästina. Diese authentischen Berichte bieten Einblicke in persönliche Erfahrungen, politische Positionen und gesellschaftliche Realitäten, die den Nahostkonflikt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Ausstellung richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse und dauert pro Durchgang etwa 60 bis 90 Minuten.

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts sind moderierte Reflexionsgespräche, die von geschulten „Trialog-Pat*innen“ begleitet werden. Diese Pat*innen verfügen über biografische Bezüge zu Israel und Palästina und schaffen einen geschützten Rahmen für einen offenen und diskriminierungskritischen Austausch. Das Projekt zielt darauf ab, jungen Menschen einen wissenschaftlich fundierten und differenzierten Zugang zu dem emotional oft stark belasteten Thema zu ermöglichen. Es fördert zudem wichtige Kompetenzen der demokratischen Bildung und Wertevermittlung, wie Ambiguitätstoleranz, Dialogfähigkeit und Empathie.

Der „HörBus Nahost“ basiert auf der ursprünglich von den Lehrkräften Dora von Soosten und Mutlu Yolaşan gemeinsam mit Schülerinnen und Sozialarbeiterinnen an der Gesamtschule Nordstadt Neuss entwickelten Ausstellung „Hörbar. Stimmen zu Nahost“. Dieses innovative Bildungsprojekt wurde im Jahr 2025 mit dem fair@school-Preis ausgezeichnet. Die Umsetzung und Organisation erfolgt in Kooperation mit der Gesellschaft im Wandel gGmbH, deren Geschäftsführer Shai Hoffmann ist.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase im Sommer 2025 in Nordrhein-Westfalen ist der „HörBus Nahost“ seit dem 1. Juni 2026 wieder bundesweit unterwegs. Bis Dezember macht die mobile Ausstellung in verschiedenen Bundesländern Station, darunter auch in Bremen, Niedersachsen und eben Hamburg. Die Nachfrage nach dem Projekt ist groß; bereits für die Pilotphase hatten sich 142 Schulen bundesweit angemeldet. Schülerinnen und Schüler, die den Bus bereits besucht haben, zeigten sich verständnisvoller und empathischer, und betonten das Gleichgewicht der im Bus präsentierten Perspektiven.

Symbolbild – Foto: Magda Ehlers / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

Rate it

Beitrags-Kommentare (0)

Hinterlassen Sie eine Antwort