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Hamburger Solarenergie-Unternehmen Enerparc ist insolvent

today8. September 2026 8

Hintergrund
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Hamburg/Hafencity – Das Hamburger Solarenergie-Unternehmen Enerparc AG hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Hamburg eröffnete am Montag, den 7. September 2026, das vorläufige Insolvenzverfahren gegen den Solarpark-Eigentümer aus der Hafencity. Enerparc zählt zu den größten unabhängigen Betreibern von Photovoltaik-Anlagen in Europa und ist ein wichtiger Akteur im Bereich der erneuerbaren Energien.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Stefan Denkhaus von der Kanzlei BRL bestellt. Das Insolvenzverfahren betrifft nach aktuellem Stand ausschließlich die Muttergesellschaft Enerparc AG und nicht deren Tochter- oder Projektgesellschaften. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens wird während des vorläufigen Verfahrens fortgeführt, und die Löhne der rund 380 Mitarbeitenden der Enerparc AG sind für einen Zeitraum von drei Monaten gesichert.

Die Enerparc AG gilt als einer der größten unabhängigen Solarpark-Eigentümer in Europa. Das Unternehmen verfügt über ein Portfolio von rund 5,5 Gigawatt installierter Leistung, verteilt auf mehr als 500 Solarparks. Davon sind bereits etwa 3,8 Gigawatt am Netz. Das Kerngeschäft der Gruppe umfasst die Entwicklung, Errichtung und den Betrieb von Solaranlagen sowie die Vermarktung des erzeugten Stroms. Darüber hinaus engagiert sich Enerparc im Aufbau von Stromspeicherinfrastruktur und Umspannwerken.

Besonders bemerkenswert ist, dass Enerparc erst vor wenigen Monaten, Anfang des Jahres, ein milliardenschweres Finanzierungspaket gesichert hatte, um seine Wachstumsziele im Bereich Solar- und Batteriespeicher auszubauen. Dieses Paket bestand unter anderem aus einem Junior-Darlehen über 500 Millionen Euro sowie einem langfristigen Projektfinanzierungsrahmen von bis zu 500 Millionen Euro. Die genauen Gründe, die trotz dieser umfangreichen Finanzierung zu dem Insolvenzantrag geführt haben, wurden in den gerichtlichen Bekanntmachungen zunächst nicht näher erläutert.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus hat bereits erste Gespräche mit dem Vorstand, den Beratern und den Finanzierern des Unternehmens aufgenommen, um die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Konzerngesellschaften voranzutreiben. Ob auch Schwestergesellschaften von Insolvenzanträgen betroffen sein könnten, lässt sich laut Denkhaus zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.

Symbolbild – Foto: Markus Winkler / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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