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Ein Airbus A320 mit 131 Passagieren an Bord musste kürzlich zum Hamburger Flughafen umkehren, nachdem die Maschine von einem Vogelschlag betroffen war. Glücklicherweise konnte der Pilot die Maschine sicher landen und niemand wurde bei dem Zwischenfall verletzt.
Ein Vogelschlag, auch „Bird Strike“ genannt, beschreibt die Kollision eines Vogels oder eines Vogelschwarms mit einem Flugzeug. Solche Vorfälle treten typischerweise in niedrigen Flughöhen auf, insbesondere während der Start- und Landephasen eines Fluges oder beim Rollen am Boden. Obwohl moderne Flugzeuge für solche Ereignisse konzipiert sind und die meisten Vogelschläge geringfügige oder keine Schäden verursachen, können Kollisionen mit großen Vögeln oder Schwärmen, insbesondere in Triebwerken oder kritischen Bereichen, erhebliche Schäden oder Systemausfälle nach sich ziehen. Die Folgen können von Beschädigungen an Triebwerken, Windschutzscheiben und Steuerflächen bis hin zu Störungen der Sensorik und Avionik reichen.
In der zivilen Luftfahrt zählen Vogelschläge zu den häufigsten sicherheitsrelevanten Ereignissen. Weltweit werden jährlich über 13.000 solcher Vorfälle gemeldet, wobei über 90 Prozent davon in Flughafennähe und unter 3.000 Fuß Höhe geschehen. Die finanziellen Auswirkungen sind beträchtlich: Die globale Luftfahrtindustrie verzeichnet jährlich Kosten von über 1,2 Milliarden US-Dollar durch Reparaturen, Verspätungen und andere betriebliche Störungen, die durch Vogelschläge verursacht werden.
Um die Gefahr von Vogelschlägen zu minimieren, setzen Flughäfen umfangreiche Wildtiermanagement-Strategien ein. Dazu gehören Maßnahmen zur Biotopgestaltung auf dem Flughafengelände, um es für Vögel unattraktiv zu machen. Dies umfasst beispielsweise lange Gräser, das Vermeiden von beerentragenden Sträuchern und stehenden Wasserflächen sowie der Verzicht auf Düngung, um größere Vögel fernzuhalten. Ergänzend kommen aktive Vergrämungsmethoden zum Einsatz, bei denen spezialisiertes Personal, sogenannte Vogelschlagbeauftragte, mit Pyrotechnik, akustischen Systemen, Falken oder Hunden Vögel vom Flugfeld vertreibt. Dank dieser umfassenden Präventionsmaßnahmen konnte die Vogelschlagrate im deutschen Luftraum in den letzten 30 Jahren um rund 60 Prozent gesenkt werden.
Die Triebwerke von Verkehrsflugzeugen sind zudem so konstruiert und zertifiziert, dass sie den Einschlag eines Vogels von bis zu 1,1 Kilogramm bei voller Leistung ohne einen katastrophalen Ausfall überstehen müssen. Dies wird durch strenge Tests und Computersimulationen gewährleistet, um die Sicherheit der Passagiere auch im Falle eines Vogelschlags zu garantieren.
Symbolbild – Foto: Anderson Wei / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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