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Bei neuen israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben mindestens vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Unter den Opfern befinden sich auch Frauen und Kinder. Die Attacken ereigneten sich unter anderem in den Regionen Nabatija und Arab Salim, wo nach Berichten der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA auch ein ehemaliges Krankenhaus, das von der Hisbollah als Stützpunkt missbraucht worden sein soll, sowie Wohngebäude und staatliche Verwaltungsgebäude getroffen wurden. Das libanesische Gesundheitsministerium bestätigte die zivilen Opfer, darunter zwei getötete Frauen in Arab Salim und zwei weitere Todesfälle in Nabatije, sowie mehrere verletzte Frauen und drei Kinder.
Die israelische Militär hatte die Angriffe als Reaktion auf vorherige Drohnenattacken der Hisbollah auf israelische Soldaten im Südlibanon begründet. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte feuerte die pro-iranische Hisbollah-Miliz zwei sprengstoffbeladene Drohnen auf im Südlibanon stationierte israelische Soldaten ab. Eine der Drohnen sei abgeschossen worden, und es habe keine Verletzten unter den israelischen Soldaten gegeben. Israel erklärte, es handele sich um einen eklatanten Verstoß gegen bestehende Waffenruhevereinbarungen. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
Die Spannungen in der Region bleiben damit extrem hoch und haben sich nach Ansicht des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun gefährlich zugespitzt. Er forderte die Vereinigten Staaten und die internationale Gemeinschaft zu „dringendem Handeln“ auf. Die aktuelle Eskalation erfolgt trotz einer eigentlich geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Seit März 2026 wurde der Libanon in einen Konflikt hineingezogen, als die Hisbollah-Miliz Israel angriff, woraufhin Israel mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive reagierte. Nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sind seit dem 2. März 2026 mehr als 4.300 Menschen durch israelische Angriffe im Libanon getötet und 12.323 verletzt worden. Israel hat zudem eine zehn Kilometer tiefe „Sicherheitszone“ im Südlibanon eingerichtet, in der seine Truppen stationiert sind.
International stößt die Eskalation auf Besorgnis. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „zutiefst alarmiert“ über die steigende Zahl ziviler Opfer. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk verurteilte das „Blutbad“, und der französische Präsident Emmanuel Macron sprach eine scharfe Verurteilung der israelischen Angriffe aus. Zuvor hatten sich Israel und der Libanon Ende Juni 2026 unter Vermittlung der USA auf eine Rahmenvereinbarung für ein Friedensabkommen geeinigt, das unter anderem den Rückzug israelischer Truppen und die Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vorsieht. Die Hisbollah lehnt jedoch sowohl die Gespräche mit Israel als auch ihre Entwaffnung ab. Beobachter sehen die Hisbollah als Stellvertreter Teherans, der den Libanon als Geisel nehme und zivile Gebiete als Schutzschild für seine Infrastruktur nutze.
Symbolbild – Foto: Baraa Obied / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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