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Eine russische Drohne hat heute das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU in Kiew getroffen, wobei dicker schwarzer Rauch aus dem Gebäude aufstieg. Bei dem Angriff im historischen Zentrum der ukrainischen Hauptstadt wurden nach Angaben der Stadtverwaltung mindestens fünf Menschen verletzt, während andere Berichte von bis zu zwölf Verletzten sprechen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Treffer und kündigte eine „spürbare“ Antwort auf die Attacke an.
Der Drohnenangriff erfolgte am helllichten Tag, gegen 15 Uhr Ortszeit am heutigen Freitag, dem 4. September 2026, und zielte nach Angaben von Präsident Selenskyj direkt auf das Büro des SBU-Leiters Oleksandr Poklad in dem Gebäude. Zwar soll Poklad zum Zeitpunkt des Einschlags nicht in seinem Büro gewesen sein und blieb unverletzt, doch das Dach und die Außenwand des Gebäudes wurden beschädigt. Die SBU-Zentrale befindet sich direkt gegenüber der Sophienkathedrale, einem UNESCO-Weltkulturerbe, und der Einschlag führte dazu, dass in einem angrenzenden Verwaltungsgebäude aus dem 18. Jahrhundert Fensterscheiben zerbarsten.
Dieser Angriff reiht sich ein in eine Serie von Drohnenbombardements, unter denen Kiew seit etwa anderthalb Wochen steht, wobei die Attacken zunehmend auch tagsüber stattfinden. Berichten zufolge setzt Russland verstärkt neue, düsengetriebene Drohnen ein, die Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen können, was ihre Abwehr erschwert. Der SBU spielt eine zentrale Rolle im ukrainischen Abwehrkampf und war zuvor für wiederholte erfolgreiche Operationen tief auf russischem Territorium verantwortlich, die auf militärische Anlagen und Energieinfrastruktur abzielten.
Präsident Selenskyj wies SBU-Chef Poklad an, eine „spiegelbildliche“ oder „angemessene und konkrete“ Antwort auf den russischen Angriff vorzubereiten. Er erklärte, dass der geografische Rahmen und der Zeitpunkt für diese Reaktion bereits festgelegt worden seien, um die bestmöglichen Ergebnisse zu gewährleisten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Drohnenangriff als „erhebliche Eskalation“ und betonte, dass Moskau diesen Schlag inmitten erneuter Friedensbemühungen ausgeführt habe, was die Ablehnung von Diplomatie seitens Russlands offenbare. Die Attacke erfolgte zudem kurz vor einem geplanten Besuch von US-Gesandten in Kiew. Sybiha forderte die UNESCO und internationale Partner auf, die Handlungen Russlands zu verurteilen und den Druck auf das Putin-Regime zu erhöhen.
Symbolbild – Foto: Алесь Усцінаў / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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