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„HörBus Nahost“ fördert Austausch an Hamburger Schulen

today3. September 2026

Hintergrund
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HörBus Nahost fördert Austausch an Hamburger Schulen

Das Projekt „HörBus Nahost“ ist in Hamburg unterwegs und soll an vier Schulen der Hansestadt den Dialog unter Jugendlichen anregen. Ziel ist es, auf Basis von Beiträgen über Palästina und Israel einen Raum für offenen Austausch zu schaffen und so die Verständigung zu fördern. Bei dem „HörBus Nahost“ handelt es sich um eine mobile, multimediale Ausstellung, die direkt an die Schulen kommt.

Die Ausstellung, die oft in einem umgebauten Doppeldeckerbus untergebracht ist, bietet Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse die Möglichkeit, sich multiperspektivisch mit dem Nahostkonflikt auseinanderzusetzen. Sie umfasst Audio- und Videoelemente sowie interaktive Stationen und integriert persönliche Stimmen aus Israel, Palästina und Deutschland. Ergänzend dazu finden moderierte Reflexionsrunden statt, die von sogenannten Trialog-Patinnen und -Paten begleitet werden. Diese verfügen oft über biografische Bezüge zu Israel und Palästina und schaffen einen „braver space“, einen geschützten Rahmen für einen offenen und diskriminierungskritischen Austausch, in dem auch kontroverse Ansichten geäußert werden dürfen.

Entwickelt wurde das Projekt von der Gesellschaft im Wandel gGmbH in Kooperation mit den Lehrkräften Dora von Soosten und Mutlu Yolaşan von der Gesamtschule Nordstadt Neuss, basierend auf der Ausstellung „Hörbar. Stimmen zu Nahost“. Nach einer erfolgreichen Pilotphase im Sommer 2025 in Nordrhein-Westfalen ist der HörBus Nahost seit dem 1. Juni 2026 bundesweit unterwegs. Hamburg ist dabei eine der Stationen auf der Tour, die bis Dezember 2026 Schulen in mehreren Bundesländern besucht. Schon während der Pilotphase gab es bundesweit eine große Nachfrage, wobei viele Anmeldungen auch aus Hamburg kamen.

Gerade in Zeiten, in denen der Nahostkonflikt an Schulen oft zu emotionalen und herausfordernden Diskussionen führt und zuweilen als „Loyalitätstest“ wahrgenommen wird, leistet der HörBus Nahost einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung. Er bietet Jugendlichen einen wissenschaftlich fundierten und differenzierten Zugang zu einem komplexen Thema, das im Schulalltag häufig nur begrenzt Raum findet. Durch die Förderung von Ambiguitätstoleranz, Dialogfähigkeit und Empathie hilft das Projekt, Stereotype zu hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven zu verstehen.

Symbolbild – Foto: Ali Ahmad DANESH / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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