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USA sichern sich Öl aus Venezuela

today1. September 2026 3

Hintergrund
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Die USA haben sich einen weitreichenden Öl-Deal mit Venezuela gesichert, der den Vereinigten Staaten die Kontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Ölvorkommen garantieren soll. US-Präsident Trump verspricht dadurch eine Entlastung der Benzinpreise und Ausgleich für Engpässe im Nahen Osten. Venezuelas Interims-Staatschefin Rodríguez sprach von einem historischen Abkommen, das ihrem Land rund 200 Milliarden US-Dollar einbringen werde. US-Präsident Donald Trump hat diese Vereinbarung als „den größten Öl-Deal in der Weltgeschichte“ bezeichnet.

Die Ankündigung des Abkommens fällt in eine Zeit, in der Präsident Trump unter Druck steht, die hohen Treibstoffpreise zu senken und die Energiesicherheit der USA zu gewährleisten. Die neuen Ölmengen sollen die amerikanischen Ölreserven „mehr als verdoppeln“ und die Preise an den Zapfsäulen langfristig „deutlich senken“ können, so Trumps Einschätzung. Ein Teil des Öls soll auch zum Wiederauffüllen der strategischen Petroleumreserve der USA genutzt werden, deren Bestände im Zuge eines anhaltenden Konflikts mit dem Iran auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren gefallen sind. Das Abkommen zielt darauf ab, die Energieunabhängigkeit der Vereinigten Staaten zu stärken und Engpässen im Nahen Osten entgegenzuwirken.

Für Venezuela, das über die weltweit größten nachgewiesenen Erdölreserven verfügt, aber seit Jahren unter Misswirtschaft und einer maroden Infrastruktur leidet, bedeutet das Abkommen die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung. Interims-Staatschefin Delcy Rodríguez betonte, dass Venezuela die Eigentümerschaft und Souveränität über seine Ressourcen behalten werde und das Abkommen dem Land Zugang zu Kapital und Technologie verschaffe. Die Vereinbarung, die von US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth mit Rodríguez ausgehandelt wurde, umfasst die Entwicklung von 17 Ölfeldern mit einem nachgewiesenen Potenzial von 65 Milliarden Barrel. Demnach soll ein neues, privates Unternehmen gegründet werden, an dem die USA eine effektive Produktionsbeteiligung von 55 Prozent erhalten und das über 100-jährige Rechte zur Erschließung der Felder verfügt. Erwartet werden über 100 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen und über 209 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen für Venezuela. Das Abkommen wurde rund neun Monate nach der Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Militärkräfte und dessen Überführung in die USA zur Strafverfolgung geschlossen, woraufhin Rodríguez zur Übergangspräsidentin ernannt wurde.

Trotz der euphorischen Töne auf beiden Seiten äußern Experten Skepsis hinsichtlich einer schnellen Entlastung der Benzinpreise für US-Verbraucher. Die venezolanische Ölindustrie erfordere erhebliche und jahrelange Investitionen in die sanierungsbedürftige Infrastruktur, um die Produktion auf ein höheres Niveau zu heben. Zudem sind die globalen Raffineriekapazitäten begrenzt, was die schnelle Verarbeitung großer Mengen venezolanischen Rohöls erschweren könnte. Ein Mangel an öffentlich zugänglichen Vertragsdetails nährt zudem Spekulationen und Fragen bezüglich der Legitimität und der genauen finanziellen und rechtlichen Bedingungen des Abkommens. Venezuela betont jedoch, dass das Abkommen notwendige Investitionen und Technologie zur Wiederbelebung einer strategischen Industrie liefert, die von Sanktionen schwer getroffen wurde.

Symbolbild – Foto: David Brown / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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