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Heute vor 70 Jahren, am 1. September 1946, wurde der Hamburger Flughafen von der Royal Air Force für zivile Linienflüge wiedereröffnet. Dieses Datum markiert einen entscheidenden Meilenstein für die Hansestadt, da es den Beginn einer raschen Zunahme des Flugaufkommens und die Etablierung des Airports als wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Norddeutschland bedeutete. Die britische Fluggesellschaft British European Airways, ein Vorgänger von British Airways, gehörte damals zu den ersten Airlines, die den zivilen Luftverkehr in Deutschland wieder aufnahmen und zweimal täglich die Strecke London-Amsterdam-Hamburg-Berlin bedienten.
Tatsächlich reicht die Geschichte des Hamburger Flughafens noch weiter zurück: Er wurde bereits am 10. Januar 1911 gegründet und ist damit einer der ältesten internationalen Verkehrsflughäfen weltweit und der dienstälteste internationale Flughafen Deutschlands, der sich noch immer an seinem ursprünglichen Standort befindet. Schon 1920 flog KLM die erste internationale Verbindung über Hamburg, nämlich von Rotterdam über Amsterdam und Hamburg nach Kopenhagen. Während der Berliner Luftbrücke von Juni 1948 bis Mai 1949 diente Hamburg Airport als einer der Startflughäfen für die sogenannten Rosinenbomber und spielte damit eine wichtige Rolle in der Nachkriegszeit. Ein weiterer Meilenstein war 1960 die Landung der ersten Lufthansa Boeing 707, des ersten Düsenflugzeugs der Airline, in Hamburg. Im Jahr 2016 erhielt der Flughafen eine offizielle Umbenennung und trägt seitdem den Namen „Hamburg Airport Helmut Schmidt“ zu Ehren des ehemaligen Bundeskanzlers und Hamburger Ehrenbürgers.
In den folgenden Jahrzehnten wurde der Flughafen kontinuierlich modernisiert und erweitert. So wurde im Dezember 2008 die AirportPlaza eröffnet, die die beiden Terminals miteinander verbindet und die zentrale Sicherheitskontrolle sowie zahlreiche Shops und Gastronomieeinrichtungen beherbergt. Gleichzeitig ging die Flughafen-S-Bahn-Linie S1 in Betrieb, die den Airport in nur 25 Minuten mit dem Hamburger Hauptbahnhof verbindet und die Anreise erheblich erleichtert. Im Mai 2016 wurde das neue Hamburg Airport Cargo Center (HACC) fertiggestellt, das höhere Kapazitäten und effizientere Abläufe für die Luftfracht bietet. Der Flughafen ist seit 2018 zudem als A380-Airport zertifiziert und begrüßte im Oktober desselben Jahres den ersten regulären Linienflug des Airbus A380 von Emirates. Aktuell investiert der Flughafen im Rahmen des Programms „HAM Upgrade“ rund 20 Millionen Euro bis 2027 in die Optimierung der Terminalanlagen, einschließlich moderner Sanitärbereiche und effizienterer Passagierprozesse durch neue CT-Scanner und Smart Gates.
Der Hamburg Airport hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Metropolregion entwickelt. Für das Jahr 2023 nutzten 13,6 Millionen Passagiere den Flughafen, für 2024 werden 14,3 Millionen Fluggäste erwartet. Im Jahr 2025 wurden rund 14,8 Millionen Passagiere gezählt, wobei etwa 77 Prozent davon privat reisten. Damit belegt der Hamburg Airport eine führende Position unter den großen deutschen Flughäfen außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München und ist Deutschlands fünftgrößter Flughafen. Er bietet rund 55 Fluggesellschaften Direktverbindungen zu etwa 120 Zielen weltweit an, von denen 20 Drehkreuz-Flughäfen sind, die mit nur einem Umstieg über 1000 Reiseziele erreichbar machen.
Der Blick in die Zukunft des Hamburg Airport ist stark von Nachhaltigkeitszielen geprägt. Seit Ende 2021 ist Hamburg Airport als erster großer Flughafen in Deutschland CO2-neutral. Bis 2035 plant der Flughafen, als erster großer deutscher Airport einen CO2-emissionsfreien Bodenbetrieb zu realisieren und auf Kompensationen zu verzichten. Hierfür sind Investitionen von insgesamt 250 Millionen Euro in das Projekt „Net Zero 2035“ vorgesehen, darunter etwa 70 Millionen Euro für den Bau eines eigenen Windparks Heidmoor. Zudem werden wasserstoffbetriebene Bodenfahrzeuge getestet und langfristig soll die Tankinfrastruktur auch wasserstoffbetriebene Flugzeuge betanken können, um die Vision eines Wasserstoff-Drehkreuzes für kleinere CO2-freie Verbindungen umzusetzen.
Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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