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Hamburg feiert die Eröffnung eines wegweisenden Zentrums für Umweltbildung: Nach einer dreijährigen Bauzeit hat das ehemalige Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung in Osdorf seine Türen als neues Ökotarium geöffnet. Der moderne Umwelt-Campus steht ab sofort allen Altersgruppen für eine praxisnahe Umweltbildung zur Verfügung. Die offizielle Eröffnung fand am heutigen Freitag, den 28. August 2026, im Beisein von Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) statt, während der reguläre Veranstaltungsbetrieb bereits am 20. August mit Beginn des neuen Schuljahres aufgenommen wurde.
Das Ökotarium, am Hemmingstedter Weg 142 gegenüber dem Loki-Schmidt-Garten gelegen, versteht sich als außerschulischer Lernort für Biologie und Umweltpädagogik sowie als Zentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Hier sollen Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte Naturwissenschaften, Umwelt- und Artenschutz nicht nur aus Büchern kennenlernen, sondern unmittelbar erleben können. Die Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zur Sekundarstufe II sowie an Lehrkräfte und Familien.
Der neue Komplex ist aus dem traditionsreichen Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) hervorgegangen, das vor der Bauphase jährlich rund 14.500 Schülerinnen und Schüler empfing. Die Umwandlung in das Ökotarium erfolgte mit einem erheblich größeren und moderneren Aufbau, wofür rund 7,5 Millionen Euro in einen 1.800 Quadratmeter großen Neubau investiert wurden. Obwohl die Fertigstellung ursprünglich für 2022 geplant war, kam es aufgrund intensiver Abstimmungen über Sonderausstattungen und eines umfangreichen Wasserschadens im Sommer 2024 zu Verzögerungen.
Das Ökotarium bietet eine Vielzahl an Lernmöglichkeiten: Auf dem Gelände finden sich Tiergehege mit Schafen und Ziegen sowie Schulgärten. Im Hauptgebäude erwarten die Besucher Aquarien mit Meeres- und Süßwasserbewohnern wie Katzenhaien und Axolotln, Terrarien und modern als Vivarien bezeichnete Käfige. Zahlreiche Labore laden zum Erforschen von Umwelt und Sinnen ein. Spezielle Programme umfassen ein Virtual-Reality-Angebot zur naturnahen Schulgeländegestaltung, ein BNE-Programm namens „Nachhaltigkeit – aber wie?“, ein Neurophysiologie-Programm für die Oberstufe sowie ein Artenschutz-Programm in Kooperation mit Citizen Conservation.
Durch diese vielfältigen und praxisorientierten Angebote knüpft das Ökotarium an die langjährige Arbeit des ehemaligen ZSU an und erweitert sie um aktuelle Themen wie Klimaschutz, Biodiversitätswandel und nachhaltiges Handeln. Es gilt als wichtiger Lernort für praxisorientierte Umweltbildung in Hamburg und wurde bereits mehrfach für seine Arbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Der Förderverein Ökotarium Hamburg e.V., der bereits seit 1982 die Arbeit des Zentrums unterstützt, begleitet auch weiterhin die vielfältigen Bildungsangebote des neuen Umwelt-Campus.
Symbolbild – Foto: Hicham Oukachi / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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