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Wilde Transfergerüchte gehören fest zur Sommerpause im Fußball, doch für einen türkischen Journalisten nahmen diese Spekulationen nun eine ernste Wendung. Burhan Can Terzi wurde vorübergehend festgenommen, nachdem er behauptet hatte, der deutsche Nationalspieler Jamal Musiala vom FC Bayern München stehe vor einem Wechsel zu Galatasaray Istanbul. Diese Meldung sorgte in der türkischen Medienlandschaft für erheblichen Wirbel und führte zu behördlichen Ermittlungen.
Der Vorwurf gegen Terzi lautet auf „öffentliche Verbreitung irreführender Informationen“. Die Oberstaatsanwaltschaft Bakırköy leitete eine Untersuchung ein, nachdem der Journalist in den sozialen Medien wiederholt über den angeblichen Transfer berichtet hatte. Trotz eines klaren Dementis von Galatasaray Istanbul, das die Gerüchte als „der Wahrheit nicht entsprechend“ bezeichnete, soll Terzi an seiner Darstellung festgehalten haben.
Galatasaray sah sich bereits Ende Juli dazu gezwungen, eine offizielle Stellungnahme abzugeben. Der Klub dementierte die Behauptungen entschieden und vermutete hinter der Berichterstattung eine Kampagne, die darauf abziele, die Transfertätigkeiten des Vereins zu diskreditieren. Der Journalist selbst soll sich mit den Worten „Ich stehe hinter meiner Nachricht, notfalls setze ich meinen Kopf aufs Spiel“ zu seinen Informationen bekannt haben.
Die Festnahme des erfahrenen Galatasaray-Reporters erfolgte am Montagabend auf Anweisung der Ermittlungsbehörde. Nach einer Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft und einer Vorführung vor einem Haftrichter wurde Burhan Can Terzi jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, ohne dass gerichtliche Auflagen erteilt wurden. Dieser Fall gilt als bemerkenswert, da es sich laut Berichten um die erste Anwendung des 2022 in Kraft getretenen türkischen Gesetzes zur „Bekämpfung von Desinformation“ auf die Sportberichterstattung handelt.
Jamal Musiala selbst hat beim FC Bayern München einen gültigen Vertrag bis zum Jahr 2030, und weder der Verein noch der Spieler sollen in diesem Sommer eine Trennung planen. Zum Zeitpunkt der Gerüchte erholte sich der Offensivspieler zudem von einer Fußverletzung. Die drastischen Konsequenzen für den Journalisten unterstreichen die zunehmende Sensibilität und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Umgang mit der Verbreitung von Nachrichten in der Türkei.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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