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Hubertus Hess-Grunewald, der langjährige Präsident des SV Werder Bremen, hat seinen Rückzug von der Vereinsspitze angekündigt. Der 65-Jährige wird sich bei der Mitgliederversammlung im November 2026 nicht erneut zur Wahl stellen. Er begründete seinen Schritt mit der Aussage, seine Energiespeicher seien langsam leer. Dies sei eine bewusste Entscheidung, getroffen aus voller Überzeugung, da ein Werder-Präsident selbst den Zeitpunkt für die Übergabe von Verantwortung bestimmen sollte.
Hess-Grunewald war zwölf Jahre lang Präsident des Bundesligisten und blickt auf eine beeindruckende, über 56-jährige Vereinszugehörigkeit zurück, die im August 1970 begann. Bevor er 2015 das Präsidentenamt übernahm, war der promovierte Anwalt bereits von 2003 bis 2014 als Vizepräsident aktiv. Darüber hinaus hatte er seit 1999 einen Sitz im Aufsichtsrat des e.V. und seit 2003 der KG inne, dessen Vorsitz er seit 2023 führt. Auch aus seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA wird er nach der Ernennung eines Nachfolgers ausscheiden.
Die Entscheidung, nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, sei ihm nicht leichtgefallen, doch sei sie die richtige für den Verein, betonte Hess-Grunewald. Er habe sich stets die Frage gestellt, was das Beste für Werder sei, denn „nichts und niemand ist größer als der Verein“. Als weiteren Grund nannte er, dass er sich nur noch für etwa zwei weitere Jahre im Amt gesehen hätte, die anstehenden, weitreichenden Strukturveränderungen und Herausforderungen, etwa in Bezug auf Demokratisierung und Mitgliederpartizipation, jedoch eine Führungsperson erfordern, die eine volle Amtszeit bestreiten kann. Neue Impulse, frische Perspektiven und unverbrauchte Energie seien für den Verein und die Kapitalgesellschaft von Vorteil.
Auch wenn der 65-Jährige betont, seine Entscheidung habe nichts mit einem laufenden Rechtsstreit um Mitgliederdaten zu tun, räumte er ein, das vergangene Jahr sei „kräftezehrend“ gewesen. Werder Bremen steht nun vor der Aufgabe, eine neue Führungspersönlichkeit zu finden, die den Verein auf dem eingeschlagenen Weg weiterführt. Gefragt sei eine Persönlichkeit mit präsidialem Auftreten, einem klaren gesellschaftlichen Kompass, die Ruhe ausstrahlt, Haltung zeigt und in schwierigen Situationen Orientierung geben kann, stets die Werder-Werte vertretend.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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