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Segeln: Boris Herrmann begeistert von der neuen „Malizia 4“. Die ersten Testfahrten mit der neuen Yacht vor Lorient verliefen vielversprechend, und die zwei Jahre Planungs- und Bauzeit scheinen sich gelohnt zu haben. Die mit Spannung erwartete neue IMOCA-Rennyacht „Malizia 4“ wurde am 6. Juli 2026 in Lorient, Frankreich, zu Wasser gelassen. Boris Herrmann, Skipper des Team Malizia, zeigte sich zutiefst emotional und erklärte, dies sei ein „sehr emotionaler Tag für uns alle“ und er sei „unglaublich stolz“ auf das Erreichte. Nach der Jungfernfahrt sprach er sogar von „Liebe auf den ersten Segeltörn“ und einer „unglaublich reibungslosen und beeindruckenden ersten Woche“.
Das Design der „Malizia 4“ wurde für die nächste Generation des Hochseerennsports konzipiert und ist das Ergebnis einer zweijährigen Planungs- und Bauzeit, in die über 150 Personen und mehr als 85.000 Arbeitsstunden investiert wurden. Die Yacht ist sowohl für The Ocean Race als auch für die Vendée Globe ausgelegt und verfolgt die Philosophie, eine vielseitige IMOCA zu schaffen, die unter den unterschiedlichsten Bedingungen Höchstleistungen erbringen kann. Während die Vorgängerin „Malizia 3“ besonders bei starkem Wind auf Vorwindkursen ihre Stärken hatte, zielt die „Malizia 4“ darauf ab, auch bei leichten Winden, auf Amwindkursen und in Übergangsphasen schnell zu sein sowie dank leistungsstarker Foils frühzeitig abzuheben.
Die neue „Malizia 4“ unterscheidet sich von ihrem Vorgängermodell durch einen schmaleren, flacheren Rumpf und deutlich weniger Rocker. Boris Herrmann bezeichnet die „Malizia 4“ treffend als „die Schlanke, die Spitze“, im Gegensatz zur „Malizia 3“, die er als „den Wal“ titulierte. Neu sind zudem ein vollständig geschlossenes Cockpit mit großen Panoramafenstern, zwei Winch-Tische mit größeren Winschen sowie eine klarere Anordnung, die die Bewegung und Effizienz verbessert. Auffällig sind auch die Steuerräder anstelle einer Pinne, was im Hinblick auf The Ocean Race zu einem größeren Steuervorteil führen soll. Ein weiteres besonderes Merkmal ist eine markante Klinge an der Unterseite des Rumpfes, die den benetzten Bereich bei Krängung reduzieren und so den Widerstand verringern soll. Für Rumpf- und Deckstrukturen wurde Schütz‘ CORMASTER® Wabenmaterial verwendet. Das Design der Yacht stammt von Antoine Koch und ist das Resultat einer beispiellosen Zusammenarbeit dreier IMOCA-Teams.
Die ersten Testfahrten bestätigten die Erwartungen des Teams. Nur zwei Tage nach dem Stapellauf, also 36 Stunden danach, absolvierte die „Malizia 4“ ihre erste Probefahrt bei leichtem bretonischen Wind zwischen Lorient und der Île de Groix. Dabei wurden die Foils und Segel ausgiebig getestet, jedes Segel wurde gesetzt und die Systeme überprüft. Ein Höhepunkt war das sanfte Aufsteigen der Yacht auf ihre Foils, wobei sie vom ersten Versuch an einen beeindruckend stabilen Flug zeigte. Innerhalb von nur fünf Tagen nach dem Stapellauf gelang dem Team der erfolgreiche erste Abflug auf den Foils. Zuvor hatte die Yacht auch den vorgeschriebenen 90-Grad-Krängungstest bestanden, bei dem lediglich der Kran kurzzeitig Schwächen zeigte, die „Malizia 4“ jedoch perfekt performte.
Der Zeitplan für die neue „Malizia 4“ ist ambitioniert: Eine erste Atlantiküberquerung nach New York ist für Anfang August geplant. Am 1. September startet dann The Ocean Race Atlantic von New York zurück nach Lorient. Es folgt im Herbst die Teilnahme von Boris Herrmann an der Solo-Regatta Route du Rhum, die am 1. November beginnt. Im Januar 2027 startet das mehrmonatige, etappenweise um die Welt führende The Ocean Race. Der Höhepunkt ist Boris Herrmanns dritte Teilnahme an der Vendée Globe in den Jahren 2028-2029, bei der er einen Podiumsplatz anstrebt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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