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Argentinien hat sich in der vergangenen Nacht in einem packenden Halbfinale der FIFA WM 2026 gegen England durchgesetzt und steht im Finale! Die Südamerikaner drehten dabei erneut einen Rückstand und feierten einen spektakulären Sieg, an dem Lionel Messi maßgeblichen Anteil hatte, indem er zwei Tore vorlegte. Allerdings überschattet ein Eklat den Triumph: Argentinische Spieler provozierten nach der Partie mit einem Plakat zum Falklandinseln-Konflikt, was bereits zu einer scharfen Reaktion der britischen Regierung führte und der FIFA Ärger drohen könnte.
Nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale gegen England präsentierten argentinische Spieler auf dem Rasen ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Falklandinseln sind argentinisch“), eine Botschaft, die auch auf den Zuschauerrängen zu sehen war. Mittelfeldspieler Leandro Paredes bekräftigte die Botschaft mit den Worten: „Und sie werden immer argentinisch sein.“ Er erklärte weiter, dass das Team sich der Bedeutung dieses Spiels für Argentinien bewusst gewesen sei und versucht habe, das Land und all jene zu repräsentieren, die den traurigen Moment der Geschichte miterlebt haben, um ein positives Bild zu vermitteln. Die Aktion spielt auf den ungelösten Souveränitätsstreit um die Falklandinseln an, die in Argentinien als Malvinas bekannt sind.
Die britische Regierung reagierte umgehend und forderte eine Untersuchung durch den Weltfußballverband FIFA. Der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle betonte in der BBC, dass Politik aus dem Fußball herausgehalten werden müsse. Der Weltverband FIFA verbietet Spielern und Offiziellen explizit, politische Botschaften rund um WM-Spiele zu präsentieren. Auch der vor dem Turnier veröffentlichte Stadionverhaltenskodex der FIFA untersagt Banner mit politischem Inhalt.
Dem argentinischen Team könnten nun Konsequenzen in Form einer Strafe von der FIFA drohen, deren Disziplinarausschuss bereits Ermittlungen aufgenommen hat. Die möglichen Geldstrafen für politische Botschaften liegen zwischen 5.000 und 20.000 US-Dollar. Bereits bei der Weltmeisterschaft 2014 wurde der argentinische Fußballverband wegen eines ähnlichen Vorfalls mit einem Transparent derselben Botschaft mit einer Geldstrafe von 30.000 Schweizer Franken (rund 32.500 Euro) belegt. Sperren für Spieler sind jedoch nicht zu erwarten.
Der Konflikt um die Falklandinseln hat eine lange und schmerzhafte Geschichte. Argentinien erhebt seit 1833 Anspruch auf die Inselgruppe, die etwa 500 Kilometer vor der argentinischen Küste liegt und seitdem britisches Überseegebiet ist. 1982 eskalierte der Streit in einem mehr als 70 Tage dauernden Krieg, bei dem rund 1.000 Soldaten ihr Leben verloren. Obwohl die Bevölkerung der Inseln in einem Referendum 2013 mit überwältigender Mehrheit für den Verbleib bei Großbritannien stimmte, weigert sich die britische Regierung weiterhin, über den Souveränitätsanspruch zu verhandeln, während Argentinien seine Ansprüche weiterhin diplomatisch verfolgt. Schon vor dem Halbfinale war die Erinnerung an den Falklandkrieg sehr präsent, wobei Argentiniens Außenminister Pablo Quirno die territorialen Ansprüche seines Landes erneuerte.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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