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Der Einfluss einer Fußball-Weltmeisterschaft auf den globalen Transfermarkt ist seit jeher ein viel diskutiertes Thema. Während eines solchen Turniers rücken zahlreiche Spieler ins Rampenlicht, die zuvor möglicherweise weniger Beachtung fanden. Aktuell zeigt sich dieser Effekt deutlich, denn plötzlich sind Namen wie Orlando Gill und Vozinha bei den Vereinen gefragt. Markus Krösche hingegen, der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, äußert sich skeptisch, ob ein gutes Turnier die Preise für etablierte Stars tatsächlich in die Höhe treibt.
Tatsächlich fungiert die Weltmeisterschaft für viele Akteure als echtes „Schaufenster“, in dem sie ihr Können vor einem weltweiten Publikum unter Beweis stellen können. Dies führt oft zu einer signifikanten Steigerung ihres Marktwertes und einem erhöhten Interesse auf dem Transfermarkt. So konnten nach der WM 2022 einige Spieler ihren Wert erheblich steigern: Der argentinische Weltmeister Enzo Fernandez etwa verzeichnete einen Sprung von 35 auf 55 Millionen Euro, und auch Julian Alvarez sah seinen Marktwert von 32 auf 50 Millionen Euro steigen. Josko Gvardiol aus Kroatien erhöhte seinen Wert von 60 auf 75 Millionen Euro, während der deutsche Nationalspieler Niclas Füllkrug seinen Marktwert sogar verdoppelte, von 5 auf 10 Millionen Euro. Ein solcher Erfolg auf der großen Bühne kann für Spieler, die sich in den internationalen Fokus spielen, ein echter Karriere-Turbo sein.
Markus Krösche betont jedoch, dass die Entscheidung eines Vereins, einen Spieler zu verpflichten, sich in den letzten Jahren stark verändert hat. Während man früher den wenigen Spielen bei einem großen Turnier „viel mehr Gewicht beigemessen“ habe, sei das heutige Scouting „weit strategischer“. Krösche erklärt, dass ein Großteil der Spielerbewertung bereits vor einem Turnier stattfindet und moderne Hilfsmittel, einschließlich Künstlicher Intelligenz, bei langfristigen Entscheidungen helfen. Aus seiner Sicht hat ein Turnier fast keinen Einfluss mehr auf die eigentliche Verpflichtungsentscheidung eines Spielers, obwohl er einräumt, dass der Marktwert eines Spielers durch eine Weltmeisterschaft natürlich beeinflusst werden kann.
Ein aktuelles Beispiel für Spieler, die durch die WM ins Rampenlicht gerückt sind, ist Orlando Gill. Der 26-jährige Torwart aus Paraguay wurde als eine der Entdeckungen des aktuellen Turniers gefeiert. Nach einer Auftaktniederlage stabilisierte sich die Defensive Paraguays maßgeblich dank Gill, der unter anderem zwei Elfmeter gegen Deutschland parierte und im Achtelfinale gegen Frankreich zum Spieler des Spiels gekürt wurde. Sein Marktwert wird derzeit auf rund 6,00 Millionen Euro geschätzt. Auch Vozinha wird als einer der Spieler genannt, die während der WM in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt sind.
Für Vereine, die verkaufen möchten, kann ein starkes Turnier des Spielers den Preis in die Höhe treiben, während kaufende Vereine versuchen, den Deal vor einem solchen Preissprung abzuschließen. Es birgt aber auch Risiken für Käufer, denn ein Monat WM kann den Preis eines Spielers verdoppeln, ohne dass sich an seiner grundlegenden Qualität viel geändert hat. Ein Kauf auf dem Höhepunkt des Turnierwerts eines Spielers bedeutet, für eine „Stichprobe von wenigen Spielen“ zu bezahlen, die im Vergleich zu einer belastbaren Bewertung über Jahre hinweg wenig wiegt.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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