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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hält nicht nur auf dem Rasen, sondern auch abseits davon die Gemüter in Bewegung. Vor den mit Spannung erwarteten Halbfinalpartien sorgen eine Trainerkritik im englischen Lager sowie ein Gastbeitrag des früheren spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy für heftige Diskussionen. Die Halbfinals, darunter das Duell zwischen Spanien und Frankreich am Dienstag und die Begegnung Englands mit Argentinien am Mittwoch, versprechen sportliche Höchstleistungen, doch die Schlagzeilen werden bereits im Vorfeld von verbalen Scharmützeln dominiert.
Nach dem gestrigen Viertelfinale, in dem England Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung besiegte, äußerte Englands Trainer Thomas Tuchel deutliche Kritik an der Leistung seiner Mannschaft. Er bezeichnete den Auftritt als „glücklich“, „nachlässig“ und bemängelte „viele technische Fehler“ sowie fehlende Geschwindigkeit und technische Souveränität. Kapitän Harry Kane stellte sich jedoch schützend vor seinen deutschen Coach. Kane wertete Tuchels scharfe Worte als positives Zeichen, da der Trainer lediglich versuche, das Beste aus dem Team herauszuholen und sie wüssten, dass sie noch ein besseres Niveau erreichen könnten. Auch Jude Bellingham, der beide Tore gegen Norwegen erzielte, kommentierte Tuchels Kritik und merkte an, der Trainer wisse „wahrscheinlich nicht, wie es ist, unter diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa und Alexander Sörloth zu spielen“. Er fügte hinzu, man könne nicht jedes Spiel mit „1.000 Pässen“ gewinnen, manchmal müsse man auch „schmutzig“ gewinnen, was das Team getan habe.
Abseits des Spielfeldes sorgt der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy mit einem Gastbeitrag für das Online-Medium „El Debate“ vor dem Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für große Empörung in beiden Ländern. In seinem Artikel schrieb Rajoy, Frankreich verfüge über einen „Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen.“ Diese Aussage wurde umgehend als rassistisch und fremdenfeindlich verurteilt.
Der amtierende spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte scharf auf Rajoys Äußerungen auf X (ehemals Twitter). Er schrieb: „Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen. Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen.“ Sánchez fuhr fort: „Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben erfüllen. Nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äußerungen in Verruf bringen. Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren.“ Auch französische Regierungsvertreter äußerten sich empört: FFF-Präsident Philippe Diallo sprach von „unerträglichen rassistischen Untertönen“, und Aurore Bergé, Frankreichs Beauftragte für die Bekämpfung von Diskriminierung, beklagte „wiederholte rassistische Entgleisungen“. Die französische Ministerin für Überseegebiete, Naïma Moutchou, forderte den französischen Fußballverband sogar zu rechtlichen Schritten auf.
Während die Nationen sich auf die kommenden Halbfinals der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vorbereiten – England trifft am Mittwoch, den 15. Juli, in Atlanta auf Argentinien und Spanien am Dienstag, den 14. Juli, in Dallas auf Frankreich –, zeigen diese Vorfälle, dass die Leidenschaft und die Spannungen des Turniers weit über die 90 Minuten auf dem Spielfeld hinausreichen.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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