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Hamburg – Gleich zwei brisante Themen bewegen derzeit die Fußballwelt und den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Zum einen sorgt die Begnadigung von US-Nationalspieler Folarin Balogun bei der laufenden WM 2026 für heftige Diskussionen, zum anderen sieht sich der DFB nach dem frühen WM-Aus mit einem beträchtlichen Millionenminus konfrontiert. Beide Fälle werfen Fragen nach Transparenz und finanzieller Stabilität auf.
Die „Begnadigung“ von US-Stürmer Folarin Balogun, dessen Rote Karte im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Bosnien und Herzegowina überraschend aufgehoben wurde, ist der Aufreger des Turniers. Ursprünglich schien Balogun, der wegen eines Fouls nach VAR-Überprüfung vom Platz gestellt wurde, für das Achtelfinale gesperrt zu sein. Die FIFA setzte die automatische Ein-Spiel-Sperre jedoch unter Berufung auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements auf Bewährung aus, was Balogun die Teilnahme am Spiel gegen Belgien ermöglichte.
Diese Entscheidung erfolgte laut britischer „Times“, „New York Times“ und NDR Fussball, sowie weiteren Berichten, angeblich nach einem persönlichen Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino. Trump soll sich demnach direkt bei Infantino für eine Überprüfung der roten Karte eingesetzt haben. Die Kehrtwende der FIFA löste weltweit scharfe Kritik aus, wobei Gegner wie der belgische Fußballverband die Entscheidung als „direkten Widerspruch“ zu den Wettbewerbsbestimmungen bezeichneten und Einspruch einlegten. Experten und ehemalige Spieler äußerten Bedenken hinsichtlich Fairness, Konsistenz und möglicher externer Einflussnahme, während US-Trainer Mauricio Pochettino die Entscheidung als „fantastisch“ verteidigte.
Derweil muss der Deutsche Fußball-Bund nach dem überraschend frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM 2026 ein Millionenminus verkraften. Obwohl der DFB e.V. im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von 19,2 Millionen Euro erwirtschaftet und damit seine positive finanzielle Entwicklung fortgesetzt hat, trifft das diesjährige WM-Aus den Verband hart. Ziel des DFB bleibt es, bis Ende 2029 schuldenfrei zu sein, indem insbesondere Verbindlichkeiten für den Bau des DFB-Campus abgebaut werden.
Für das laufende WM-Jahr rechnet der DFB jedoch mit einem Defizit. DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald teilte dem „Kicker“ mit, dass der Verband aktuell mit einem Minus von rund 9,4 Millionen Euro plant, das durch das Ausscheiden gegen Paraguay im Sechzehntelfinale verursacht wird. Diese Kalkulation basiert auf einem bewusst vorsichtigen WM-Haushalt, bei dem Prämien für die Nationalspieler erst ab dem Achtelfinale angefallen wären und ein finanzieller Überschuss nur bei einem Finaleinzug erwartet wurde. Durch das frühe Aus entgehen dem DFB erhebliche Einnahmen in Form von Preisgeldern, die für das Erreichen weiterer K.o.-Runden ausgeschüttet worden wären. Frühere Vorrundenaus in den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 hatten bereits erhebliche finanzielle Einbußen zur Folge.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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