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Karstadt-Kaufhäuser in Bergedorf und Harburg werden neu entwickelt

today29. Juli 2026 4

Hintergrund
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Die ehemaligen Karstadt-Kaufhäuser in Bergedorf und Harburg stehen vor einer umfassenden Neugestaltung. Die Grundstücke, die zuvor von der Stadt Hamburg erworben wurden, sollen in Zukunft einer vielfältigen Nutzung zugeführt werden, die Wohnungen, Läden und Gastronomie umfassen wird. Diese Initiative zielt darauf ab, langjährigen Leerstand und Spekulation zu verhindern und die Attraktivität der jeweiligen Stadtteilzentren nachhaltig zu steigern.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Harburger Standort am Schloßmühlendamm, dessen Areal rund 7.000 Quadratmeter umfasst und bereits im Jahr 2024 vom Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) erworben wurde. Eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung dieses Bereichs ist aktuell noch im Gange, wobei erste Zwischenergebnisse bereits feststehen: Das Areal soll zukünftig auch ein Zentrum für öffentliche Nutzungen beherbergen. Konkret ist geplant, die Bücherhalle, die Volkshochschule und das Archäologische Museum Hamburg an diesem Standort zu bündeln. Das Archäologische Museum nutzt bereits heute Teile des ehemaligen Warenhausgebäudes für Ausstellungen zur Harburger Geschichte.

Auch in Bergedorf schreiten die Planungen voran. Hier hat die Stadt zwei zentrale Flächen erworben: das seit 2021 leerstehende Warenhaus am Sachsentor sowie ein unbebautes Grundstück am Bergedorfer Markt, wo das frühere Karstadt-Gebäude bereits abgerissen wurde. Diese beiden Areale umfassen zusammen über 4.200 Quadratmeter. Für das Grundstück am Bergedorfer Markt gab es bereits Ende 2022 einen Architekturwettbewerb, den das Hamburger Büro Henrik Becker Architekt (heute NOTO Basista Becker Jansen Architekten) mit einem Entwurf für ein dreiteiliges Ensemble aus Einzelhandel, Gastronomie und Wohnungen gewann.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel betonte, dass es sich bei den erworbenen Immobilien um „Schlüsselgrundstücke“ für die Entwicklung beider Stadtteile handelt. Der Erwerb durch die Stadt ermöglicht es, die Entwicklung aktiv zu steuern und die Innenstädte zu beleben, neue zentrale Wohnangebote zu schaffen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die geplanten Veräußerungen an Investoren sollen im Rahmen einer Konzeptvergabe erfolgen, bei der die Bürgerschaft um Zustimmung ersucht wird, um eine gemeinwohlorientierte Umsetzung zu gewährleisten. Öffentliche Nutzungen sollen dabei im Eigentum der Stadt verbleiben.

Bis zur tatsächlichen Bebauung wird es noch einige Zeit dauern, da zunächst weitere Konzepte abgestimmt, politische Beschlüsse gefasst und passende Investoren gefunden werden müssen. Die finalen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für Harburg werden noch im laufenden Jahr erwartet. Die zuständigen bezirklichen Gremien werden während des gesamten Prozesses umfassend beteiligt, um die bestmögliche Entwicklung für die Hamburger Innenstädte sicherzustellen.

Symbolbild – Foto: Wolfgang Weiser / Pexels

Geschrieben von: Redaktion

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