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Hamburg – Der Zollkonflikt zwischen Kanada und den USA hat sich weiter zugespitzt. Kanada hat Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent auf bestimmte Importe aus den Vereinigten Staaten angekündigt, die ab dem 8. September 2026 in Kraft treten sollen. Kanadas Finanzminister François-Philippe Champagne erklärte, diese Gegenzölle würden Importe im Wert von 27,6 Milliarden US-Dollar betreffen.
Die Gegenmaßnahmen Kanadas sind eine direkte Reaktion auf neue US-Zölle, die Präsident Trump verhängt hat. Kanadische Regierungsvertreter erklärten, die Gegenzölle würden dem jeweiligen US-Zollsatz entsprechen und zielten darauf ab, kanadische Unternehmen und Branchen zu schützen. Die Liste der betroffenen US-Produkte ist umfassend und reicht von Stahl, Aluminium und Haushaltsgeräten über landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier bis hin zu Elektronik. Spezifische Zollsätze variieren dabei zwischen 15, 25 und 50 Prozent; so werden beispielsweise 50 Prozent auf Stahl und Aluminium erhoben, 25 Prozent auf Milchprodukte, Fisch und Meeresfrüchte sowie 15 Prozent auf bestimmte Werkzeuge und Maschinen.
Die Eskalation folgt auf das Scheitern von Handelsgesprächen zwischen Washington und Ottawa Ende vergangener Woche. Unmittelbar nach den gescheiterten Verhandlungen hatten die USA Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt, darunter Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Zudem drohte US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social mit einer weiteren Anhebung der Importabgaben für Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent ab dem 1. Januar 2027.
Die wirtschaftliche Verflechtung beider Länder ist enorm, und Millionen von Arbeitsplätzen hängen an den Handelsbeziehungen. Kanada ist beispielsweise der wichtigste ausländische Lieferant von Rohöl, Erdgas und Strom für die USA. Angesichts der Zuspitzung des Handelsstreits kündigte die kanadische Regierung auch Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Industrien in Höhe von 7,5 Milliarden kanadischen Dollar an, um die Unternehmen abzufedern. Kanadas Premierminister Mark Carney warf Washington vor, die wichtigsten kanadischen Industrien zerstören zu wollen, und betonte, dass Kanada auf diesen Angriff reagieren müsse.
Symbolbild – Foto: Jan van der Wolf / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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