Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Der Eichbaumsee in Hamburg ist erneut für Badegäste gesperrt worden, da der Grenzwert für Blaualgen deutlich überschritten wurde. Auch für den nahegelegenen Allermöher See gilt derzeit eine Warnung. Das Bezirksamt Bergedorf hat die Badestelle Ost des Eichbaumsees mit sofortiger Wirkung für den Badebetrieb gesperrt, nachdem eine Cyanobakterien-Chlorophyllkonzentration von 136 µg/l festgestellt wurde. Dieser Wert liegt weit über der zweiten Warnstufe des Umweltbundesamtes von 24 µg/l. Am Allermöher See wurde eine Konzentration von 21,3 µg/l gemessen, die ebenfalls die erste Warnstufe von 12 µg/l überschreitet, weshalb dort aktuell zur Vorsicht geraten wird, jedoch kein Badeverbot besteht.
Blaualgen, wissenschaftlich als Cyanobakterien bekannt, sind eigentlich keine Algen, sondern Bakterien, die in Gewässern natürlich vorkommen. Bei massenhafter Vermehrung bilden sie oft grünliche oder blaugrün schimmernde Schlieren und Teppiche auf der Wasseroberfläche. Einige Arten dieser Bakterien produzieren giftige Stoffe, sogenannte Cyanotoxine, die bei Kontakt oder Verschlucken des Wassers gesundheitsschädlich sein können. Mögliche Symptome beim Menschen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, gerötete Augen und Atemnot. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, immungeschwächte Personen und Haustiere, für Hunde kann der Kontakt oder das Trinken des Wassers sogar lebensbedrohlich sein.
Die Massenentwicklung von Blaualgen wird durch mehrere Faktoren begünstigt. Langanhaltend hohe Temperaturen und viel Sonnenschein sowie geringe Wasserbewegung tragen zur schnellen Vermehrung bei. Hinzu kommen Nährstoffeinträge, insbesondere Stickstoff und Phosphor, die oft aus landwirtschaftlicher Düngung stammen und das Wachstum der Cyanobakterien zusätzlich fördern. Für den Eichbaumsee ist die massenhafte Bildung giftiger Blaualgen im Sommer ein häufig auftretendes Problem, das immer wieder zu temporären Sperrungen führt. Auch am Allermöher See kam es in den vergangenen Jahren bereits zu entsprechenden Warnungen und Sperrungen.
Um sich vor möglichen Gesundheitsrisiken zu schützen, sollten Badegäste auf Warnhinweise der Behörden achten und die Situation des Wassers selbst einschätzen. Ein Indiz für eine erhöhte Blaualgenkonzentration ist eine grünliche oder blaugrüne Verfärbung des Wassers, die Bildung von Schlieren oder Algenteppichen an der Oberfläche oder wenn man im knietiefen Wasser seine Füße nicht mehr sehen kann. In solchen Fällen wird dringend vom Baden abgeraten. Das Bezirksamt bittet zudem ausdrücklich darum, Hunde nicht ins Wasser zu lassen und sie nicht aus den betroffenen Gewässern trinken zu lassen.
Die Wasserqualität des Eichbaumsees an der Badestelle Ost wird während der Badesaison zwischen Mitte Mai und Mitte September wöchentlich auf Blaualgen untersucht. Die Messwerte werden kontinuierlich kontrolliert, jedoch können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben über den genauen Zeitpunkt einer möglichen Aufhebung der Sperrung oder Warnung gemacht werden. Badegäste sollten sich daher stets vorab über den aktuellen Zustand der Hamburger Badegewässer informieren.
Symbolbild – Foto: Peter Holmboe / Pexels
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG
Beitrags-Kommentare (0)