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Auch das Hamburger Handwerk erlebt eine erfreuliche Entwicklung: Die Branche verzeichnet einen positiven Trend bei der Gewinnung von Auszubildenden und blickt optimistisch auf das Jahr 2026, für das eine weitere Zunahme an Lehrverträgen erwartet wird. Obwohl noch nicht alle Verträge für das kommende Ausbildungsjahr abgeschlossen sind, zeigt sich die Handwerkskammer zuversichtlich bezüglich dieser Entwicklung.
Die aktuellen Zahlen untermauern diese positive Tendenz: Für das Jahr 2025 verzeichnete das Hamburger Handwerk eine stabile Entwicklung der Ausbildungszahlen auf gleichbleibendem Niveau, mit einem kleinen Plus von 0,6 Prozent, was 13 Verträgen mehr als im Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 11.916 duale Ausbildungsverträge in Hamburger Unternehmen unterschrieben, was einer Steigerung von 240 Verträgen oder 2,1 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, betonte im März 2026, dass es im Handwerk nach wie vor deutlich mehr Lehrstellen als Bewerber gebe. Die Lehrstellenbörse der Kammer listet aktuell über 1.120 freie Plätze für 2026, was dem Niveau des Vorjahres entspricht.
Diese Zunahme an Nachwuchs ist besonders wichtig angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels, der für zahlreiche Handwerksbetriebe in Hamburg seit Jahren das größte Geschäftsrisiko darstellt. Besonders in Bereichen wie dem sogenannten Klimahandwerk, darunter Anlagenmechaniker, Dachdecker, Schornsteinfeger und Elektroniker, werden dringend weitere Fachkräfte benötigt, um Hamburgs vorgezogene Klimaneutralitätsziele zu erreichen. Prognosen deuten darauf hin, dass bis 2035 in Hamburg etwa 133.000 Fachkräfte fehlen könnten.
Um dem entgegenzuwirken, setzt die Handwerkskammer Hamburg auf vielfältige Initiativen zur Nachwuchsgewinnung. Projekte wie „Traumjob Handwerk“ und „INa – Integrierte Nachwuchsgewinnung im Handwerk“ informieren Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte über handwerkliche Berufsbilder. Praxisnahe Schnupperkurse und die Einbindung junger Handwerker als Ausbildungsbotschafter sollen Jugendliche für eine Lehre begeistern. Junge Menschen schätzen an einer dualen Ausbildung im Handwerk insbesondere die Arbeitsplatzsicherheit und die Möglichkeit, konkrete Probleme zu lösen. Praktika werden dabei als beste Vorbereitung für eine Ausbildung im Handwerk hervorgehoben.
Die Handwerkskammer Hamburg betont die Bedeutung der dualen Ausbildung als tragende Säule des Wirtschaftszweigs und als wichtigsten Weg zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs. Trotz eines breiteren Trends, bei dem sich mehr junge Menschen für ein Studium entscheiden, gelingt es dem Hamburger Handwerk durch gezielte Maßnahmen und die Betonung attraktiver Karriereperspektiven, wieder mehr Nachwuchs zu gewinnen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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