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Jürgen Klopp steht offenbar unmittelbar vor der Übernahme des Amtes des Bundestrainers für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) wurde bereits eine Einigung über die wesentlichen Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt, der Berichten zufolge bis zur Weltmeisterschaft 2030 laufen soll. Ein letztes entscheidendes Hindernis auf dem Weg zur offiziellen Ernennung ist jedoch die noch ausstehende Freigabe von Klopps aktuellem Arbeitgeber, dem Red-Bull-Konzern, bei dem er als „Head of Global Soccer“ bis 2029 unter Vertrag steht. In diesem Verhandlungspoker kommt Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff eine Schlüsselrolle zu.
Oliver Mintzlaff soll den Wunsch geäußert haben, dass Jürgen Klopp auch in seiner künftigen Rolle als Bundestrainer weiterhin für den österreichischen Getränkekonzern tätig bleibt. Denkbar sei eine Fortsetzung der Zusammenarbeit als Markenbotschafter oder in einer beratenden Funktion, um Klopps Expertise weiterhin für Red Bull nutzbar zu machen. Die DFB-Spitze ist sich derweil bewusst, dass die Verhandlungen mit Red Bull entscheidend sind. Ein Treffen zwischen den DFB-Vertretern und Mintzlaff war für den heutigen Dienstag angesetzt, um eine vorzeitige Ausstiegsmöglichkeit aus Klopps Red-Bull-Vertrag zu besprechen. Ein weiteres Treffen zwischen Mintzlaff und Klopp in New York soll Ende der Woche stattfinden.
Diese gewünschte Doppelfunktion Klopps stößt jedoch auf erhebliche Kritik und weckt Befürchtungen vor einem Interessenkonflikt. Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger warnte eindringlich vor einer solchen Konstellation und bezeichnete sie als „völliges No-Go“. Er befürchtet, dass Klopp im Falle einer gleichzeitigen Tätigkeit für Red Bull „zwei Loyalitäten“ hätte – einerseits die Verpflichtung gegenüber dem DFB und dem deutschen Fußball, andererseits die kommerziellen Interessen Red Bulls. Zwanziger äußerte zudem die Sorge, Red Bull könnte durch Klopp als Bundestrainer „Macht in den Sport hineingewinnen“ und im schlimmsten Fall sogar Einfluss auf die Nominierung der Nationalmannschaft nehmen. Auch der Fan-Verband „Unsere Kurve“ sieht in einer solchen Verbandelung einen „Kniefall vor dem Kapital“.
Medienberichten zufolge wird der DFB voraussichtlich keine Ablösesumme für Jürgen Klopp an Red Bull zahlen müssen. Stattdessen werden andere Kompensationsmöglichkeiten diskutiert. Dazu könnten die vermehrte Austragung von Länderspielen in der Leipziger Red Bull Arena gehören oder die Möglichkeit, dass Klopp gelegentlich seine Expertise in den Konzern einbringt. Finanziell soll Klopp als Bundestrainer leicht über dem Gehalt seines Vorgängers Julian Nagelsmann liegen, welcher jährlich bis zu sieben Millionen Euro verdiente.
Die Entwicklungen der kommenden Tage, insbesondere die Ergebnisse der Gespräche zwischen DFB, Red Bull und Jürgen Klopp, werden zeigen, unter welchen Bedingungen der angestrebte Wechsel tatsächlich vollzogen werden kann und ob die Bedenken hinsichtlich potenzieller Interessenkonflikte ausgeräumt werden können. Die Besetzung des Bundestrainer-Amtes ist von immenser Bedeutung für den deutschen Fußball, und die Rahmenbedingungen dieser Zusammenarbeit werden genau beobachtet.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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