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RADIO REEPERBAHN Hamburg: Argentinien müht sich ins Halbfinale – VAR-Wirbel um Breel Embolo
Titelverteidiger Argentinien hat sich erwartungsgemäß, doch keineswegs glanzvoll, ins Halbfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gekämpft. In einem hart umkämpften Viertelfinale in Kansas City setzten sich die Südamerikaner erst nach Verlängerung mit 3:1 gegen eine starke Schweizer Auswahl durch. Die Partie, die lange Zeit 1:1 stand, wurde entscheidend von einer umstrittenen VAR-Entscheidung beeinflusst, die zum Platzverweis des Schweizer Stürmers Breel Embolo führte.
Die Aufregung um Breel Embolo entzündete sich in der 72. Spielminute. Beim Stand von 1:1 hob der Schweizer Stürmer nach einem vermeintlichen Foul von Argentiniens Leandro Paredes im Mittelfeld ab. Schiedsrichter Joao Pinheiro zeigte zunächst Paredes die Gelbe Karte, doch der Video-Assistent meldete sich. Nach eingehender Überprüfung der Videosequenz durch den portugiesischen Unparteiischen wurde deutlich, dass Embolo keinerlei Berührung erfahren hatte und eine Schwalbe vorgetäuscht hatte, um ein Foul zu schinden. Daraufhin revidierte der Schiedsrichter seine Entscheidung, nahm die Gelbe Karte gegen Paredes zurück und stellte Embolo, der bereits in der ersten Halbzeit wegen eines Fouls an Paredes Gelb gesehen hatte, mit Gelb-Rot vom Platz. Der Schweizer Nationalspieler verließ sichtlich aufgelöst und in Tränen die Rasenfläche.
Dieser Vorgang sorgte für erhebliche Diskussionen und wurde von einigen Experten als Präzedenzfall in der WM-Historie bezeichnet. Während Magenta-Experte Mats Hummels den Platzverweis als „völlig dämlich“ einstufte, da Embolo in einer ungefährlichen Zone eine Schwalbe wagte, kritisierte SRF-Kommentator Sascha Ruefer die VAR-Intervention scharf als „Skandal“. Er argumentierte, dass die Regeln des International Football Association Board (IFAB) eine Überprüfung des Vergehens selbst, also die Änderung von Foul zu Schwalbe, nicht vorsehen, es sei denn, es liegt eine Verwechslung der Spieler vor.
Trotz einer frühen Führung durch Alexis Mac Allister in der 10. Minute, vorbereitet von Superstar Lionel Messi, und der längeren Überzahl nach Embolos Platzverweis, präsentierte sich der amtierende Weltmeister Argentinien über weite Strecken alles andere als souverän. Die Albiceleste hatte bereits in den vorherigen K.o.-Runden gegen Ägypten (3:2 nach Rückstand) und Kap Verde (3:2 nach Verlängerung) Mühe, sich durchzusetzen. Auch gegen die Schweiz zeigte Argentinien eine durchschnittliche Leistung und zitterte sich ins Halbfinale. Lionel Messi blieb nach neun aufeinanderfolgenden WM-Spielen mit eigenen Treffern erstmals torlos, konnte aber den wichtigen Assist zum Führungstreffer liefern.
Die Schweizer Mannschaft bewies über weite Strecken große Moral und glich den Rückstand in der 67. Minute durch Dan Ndoye aus. Der Platzverweis von Breel Embolo in der 72. Minute brach jedoch den Schwung der Eidgenossen, die zu diesem Zeitpunkt gegen den Weltmeister am Drücker waren und diesen lange kontrollierten. Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung: Julian Alvarez erlöste die Argentinier in der 112. Minute mit einem Traumtor, bevor Lautaro Martinez in der ersten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung den 3:1-Endstand besiegelte. Argentinien trifft nun am kommenden Mittwoch in Atlanta im Halbfinale auf England.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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