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Die neue Superyacht „Malizia 4“ von Weltumsegler Boris Herrmann ist fertiggestellt und vom Stapel gelaufen. Nach zwei Jahren intensiver Bauzeit, an der über 150 Personen rund 85.000 Arbeitsstunden leisteten, wurde die IMOCA-Rennyacht am frühen Montagmorgen des 6. Juli 2026 in Lorient, Frankreich, zu Wasser gelassen. Boris Herrmann zeigte sich sichtlich bewegt und stolz auf das Erreichte, als sein Team die „Malizia 4“ nahe der CDK-Werft ins Wasser gleiten ließ. Der Hamburger Skipper hat mit diesem hochmodernen Boot das Ziel, das prestigeträchtige Ocean Race zu gewinnen.
Die „Malizia 4“ ist eine IMOCA 60 der neuen Generation, konzipiert für die anstehenden Ausgaben des Ocean Race und der Vendée Globe. Ihr Design ist auf Vielseitigkeit ausgelegt, um in einem möglichst breiten Spektrum von Bedingungen optimale Leistung zu liefern, insbesondere schnell bei Leichtwind und am Wind zu sein. Das Boot ist das Ergebnis einer einzigartigen Zusammenarbeit von drei IMOCA-Teams, die zusammen mit dem Schiffsarchitekten Antoine Koch und den Designbüros Finot-Conq und Gsea Design drei identische Schwesterschiffe aus derselben Rumpfform entwickelt und gebaut haben. Die „Malizia 4“ ist mit 18,23 Metern Länge und einem 1,83 Meter langen Bugspriet schmaler und flacher im Rumpfprofil als ihr Vorgängermodell „Malizia – Seaexplorer“ und verfügt über eine markante Klinge an der Unterseite des Rumpfes zur Reduzierung des Wasserwiderstands. Das Deck und der Rumpf bestehen aus dem Wabenmaterial CORMASTER von Schütz, das für geringes Gewicht und hohe Steifigkeit sorgt.
An Bord besticht die „Malizia 4“ durch ein vollständig geschlossenes Cockpit mit großen Panoramafenstern und einem Steuerstand mit Steuerrädern anstelle einer Pinne, was eine hocheffiziente Handsteuerung und damit Performance-Gewinne ermöglichen soll. Die Foils und Ruder sind wie bei allen vorherigen Malizia-Booten in Monaco-Rot gehalten, wobei neue V-Tail-Ruder zur besseren Trimmung des Bootes beitragen sollen. Ziel ist es, bereits ab etwa 12 Knoten Wind zu foilen, drei bis vier Knoten früher als beim Vorgängermodell. Nach dem Stapellauf wurde das Boot umgehend zum Quai Papin gebracht, wo der Mast installiert und erste statische Tests sowie ein obligatorischer 90-Grad-Stabilitätstest durchgeführt wurden, bevor die ersten Probefahrten beginnen.
Boris Herrmann und sein Team Malizia verfolgen mit ihren Regattaengagements auch eine wichtige Mission: „A Race We Must Win – Climate Action Now!“. Sie verbinden Spitzensport mit engagiertem Klimaschutz und wissenschaftlicher Forschung. So wird auch die „Malizia 4“ ein bordeigenes Mini-Labor, das sogenannte „OceanPack“, mit sich führen, um während der Rennen wertvolle Daten zu CO2-Gehalt, Temperatur und Salzgehalt der Meeresoberfläche zu sammeln. Diese Daten werden an führende Forschungsinstitute weitergegeben und tragen zum Verständnis der Rolle des Ozeans im Klimawandel bei. Ergänzt wird dies durch die Bildungsinitiative „My Ocean Challenge“, die Kinder und Jugendliche für den Meeresschutz sensibilisieren und zur Beteiligung motivieren soll.
Die „Malizia 4“ wird ihre Wettbewerbspremiere beim Ocean Race Atlantic geben, das am 1. September 2026 von New York nach Lorient führt. Das große, vollbesetzte Ocean Race startet dann am 17. Januar 2027 in Alicante, Spanien. Boris Herrmann und Team Malizia blicken auf eine erfolgreiche Teilnahme am Ocean Race 2022-23 zurück, bei dem sie den dritten Platz belegten und zwei Etappen gewannen. Dabei stellte das Team auch einen neuen 24-Stunden-Monohull-Distanzrekord auf. Mit der neuen „Malizia 4“ und einem stetig wachsenden, vielseitigen Segelteam bereiten sie sich intensiv auf die kommenden Herausforderungen vor.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Geschrieben von: Redaktion
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