Update

Tote bei Drohnenangriff auf Markt in Sudans Darfur-Region

today27. Oktober 2026

Hintergrund

Im Sudan sind bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der Region Darfur viele Menschen ums Leben gekommen. Der Krieg zwischen der sudanesischen Armee und der RSF-Miliz tobt in der Region unvermindert weiter. Bei einem Drohnenangriff auf einen Markt in der sudanesischen Region Darfur sind am 27. Oktober 2026 mindestens 21 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Bereits Mitte Oktober 2026 wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Viehmarkt in Nyala, ebenfalls in Darfur, 30 Menschen getötet. Für uns hier bei RADIO REEPERBAHN Hamburg ist diese Meldung ein weiterer erschütternder Beleg für die eskalierende Gewalt in dem ostafrikanischen Land.

Die Vereinten Nationen haben die Eskalation der Drohnenangriffe im Sudan im Oktober 2026 scharf verurteilt. Nach Angaben des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, sind in den ersten drei Wochen des Monats mindestens 306 Zivilisten durch solche Angriffe getötet und Hunderte weitere verletzt worden. Die Angriffe, die sowohl der sudanesischen Armee (SAF) als auch den Rapid Support Forces (RSF) zugeschrieben werden, zielten auf dicht besiedelte Gebiete in Kordofan, Darfur, Blue Nile, Khartum und anderen Staaten ab und trafen Wohnhäuser, Märkte, Krankenhäuser und Flüchtlingslager. Drohnenangriffe machen in diesem Jahr bereits die Mehrheit der zivilen Todesopfer im Sudan aus.

Die humanitäre Lage in der Region ist katastrophal. Fast 34 Millionen Menschen im Sudan sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, und in Darfur, Kordofan und anderen Gebieten herrschen hungersnotähnliche Zustände, die direkt durch den Krieg verursacht werden. Die Angriffe treffen nicht nur Märkte und Wohngebiete, sondern auch Infrastruktur und Dienstleistungen wie Krankenhäuser, von denen das Um Darfa Krankenhaus nach einem RSF-Drohnentreffer am 11. Oktober 2026 außer Betrieb gesetzt wurde. Mehr als 8 Millionen sudanesische Kinder haben derzeit keinen Zugang zu Bildung. Die humanitäre Hilfe wird durch bewaffnete Angriffe, bürokratische Hürden und blockierte Straßen erheblich eingeschränkt. Die Vereinten Nationen berichten zudem, dass sexuelle Gewalt als Taktik zur Terrorisierung der Bevölkerung eingesetzt wird, oft gezielt nach ethnischer Zugehörigkeit.

Angesichts dieser dramatischen Lage wurden am 21. Oktober 2026 internationale diplomatische Bemühungen zur Beendigung des sudanesischen Bürgerkriegs in Genf wieder aufgenommen. Vertreter aus fast zwei Dutzend Ländern kamen unter der Leitung der Vereinten Nationen und der Schweiz zusammen, um die internationalen Friedensbemühungen zu koordinieren. Jedoch nahmen weder die sudanesische Armee noch die RSF-Miliz an diesem Treffen teil, was die Erzielung eines dauerhaften Waffenstillstands zu einer erheblichen Herausforderung macht. Die Teilnehmer forderten die Konfliktparteien dringend auf, die Kampfhandlungen einzustellen, Zivilisten zu schützen und einer humanitären Waffenruhe zuzustimmen. Der Staatssekretär der Schweiz, Alexandre Fasel, betonte, dass der Schutz der Zivilbevölkerung und der humanitäre Zugang nicht auf einen Waffenstillstand warten dürfen.

Der seit über drei Jahren andauernde Konflikt, der im April 2023 begann, hat Sudan zur schlimmsten humanitären Krise der Welt gemacht. Beide Seiten werden weiterhin Kriegsverbrechen vorgeworfen, einschließlich Angriffe auf Zivilisten. Die jüngsten Angriffe sind ein trauriger Beleg für die andauernde Verachtung internationalen humanitären Rechts. Im Oktober 2025 fiel bereits El Fasher, die letzte Hochburg der SAF in Darfur, an die RSF, was von weitreichender Gewalt, Massentötungen und sexueller Gewalt begleitet wurde. Amnesty International berichtete im Oktober 2026, dass Zivilisten in El Fasher weiterhin unter willkürlicher Inhaftierung, Folter und eingeschränktem Zugang zu humanitärer Hilfe leiden. Die internationale Gemeinschaft, darunter Großbritannien mit Sanktionen gegen Militärführer beider Seiten im Oktober 2026, fordert verstärkt Rechenschaft für die Gräueltaten. Die Zivilbevölkerung bleibt jedoch die Hauptleidtragende dieses brutalen Konflikts.

Symbolbild – Foto: cottonbro studio / Pexels

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

Rate it