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Borussia Dortmund geht neue Wege, um das Stadionerlebnis für seine Fans zu verbessern. Der Verein hat einen innovativen „FanModus“ in seiner offiziellen BVB-App eingeführt, der Zuschauer für den Verzicht auf ihr Smartphone während der Spiele belohnt. Diese Maßnahme, die am Samstag beim Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Premiere feierte, reagiert auf die wachsende Besorgnis, dass Selfies, Streaming und Social-Media-Nutzung die Live-Atmosphäre auf den Tribünen stören.
Eine Umfrage des BVB-Partners Vodafone aus dem Jahr 2023 unter 1.000 regelmäßigen Stadionbesuchern ergab, dass fast zwei Drittel – genau 63 Prozent – ihr Smartphone während Fußballspielen regelmäßig nutzen. Diese hohe Nutzungsrate führt laut Vereinsangaben zu zunehmendem Unmut unter den Fans, die sich durch die ständige Handyaktivität anderer gestört fühlen und das gemeinsame Stadionerlebnis beeinträchtigt sehen. Die Initiative des BVB zielt darauf ab, die Aufmerksamkeit wieder stärker auf das Geschehen auf dem Rasen und die Emotionen in den Rängen zu lenken.
Der „FanModus“ funktioniert dabei unkompliziert: Fans aktivieren ihn vor dem Anpfiff in der BVB-App. Die Anwendung erfasst dann die Zeit, in der das Smartphone-Display gesperrt bleibt. Für jede handyfreie Minute sammeln die Teilnehmer Punkte, die anschließend in Lose für eine Verlosung umgewandelt werden. In der Halbzeitpause darf das Handy selbstverständlich genutzt werden, ohne die bis dahin gesammelten Punkte zu verlieren, muss aber für die zweite Hälfte wieder in den „FanModus“ versetzt werden. Die Teilnahme ist freiwillig und erfordert lediglich die Standortfreigabe der App, um die Anwesenheit im Stadion zu verifizieren.
Als Anreize winken den erfolgreichsten Teilnehmern attraktive Preise, darunter signierte BVB-Trikots und Gutscheine für den Fanshop. BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer betonte, dass das gemeinsame Singen, Zittern und Jubeln von über 81.000 Menschen im Signal Iduna Park unersetzlich sei und genau dieses „Hier und Jetzt“ wieder in den Mittelpunkt gestellt werden solle. Diese innovative Herangehensweise des BVB, die mit Partner Vodafone umgesetzt wird, unterscheidet sich von restriktiveren Maßnahmen anderer Vereine, wie beispielsweise Dynamo Dresden, die kommerzielle Stadion-Vlogs untersagt haben.
Die Debatte um die Smartphone-Nutzung im Stadion ist nicht neu und betrifft das gesamte Spektrum des deutschen Fußballs. Auch in anderen Städten, wie beispielsweise hier in Hamburg, wird das Thema des veränderten Fan-Erlebnisses durch digitale Medien diskutiert. Während Studien zeigen, dass „Multiscreening“ – also die parallele Nutzung mehrerer Geräte – auch beim Fernsehen von Sportevents weit verbreitet ist, geht es den Vereinen wie Borussia Dortmund darum, das einzigartige Gemeinschaftsgefühl eines Live-Besuchs im Stadion zu bewahren und zu stärken. Für uns bei RADIO REEPERBAHN Hamburg ist es spannend zu beobachten, wie solche Initiativen das Verhältnis zwischen Fans und Verein, aber auch die Atmosphäre im Stadion, in Zukunft prägen werden.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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