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Hamburg wächst: Im Hamburger Süden entsteht mit den „Fischbeker Reethen“ eines der größten Baugebiete der Hansestadt, das Wohnraum für Tausende Menschen schaffen wird. Für die Redaktion von RADIO REEPERBAHN in Hamburg sind solche Entwicklungen von großem Interesse für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Das neue Quartier, gelegen in Hamburg-Süd an der Grenze zu Niedersachsen, umfasst eine Fläche von rund 70 Hektar und soll künftig Platz für etwa 5.750 Menschen in rund 2.300 neuen Wohnungen bieten.
Das Konzept für die Fischbeker Reethen sieht ein vielseitiges Wohn- und Arbeitsquartier vor, das Wohnen, Arbeiten, Begegnung und Freiraum miteinander verbindet. Geplant ist ein breites Spektrum an Wohnformen, das von Mehrfamilienhäusern über Doppel- und Reihenhäuser bis hin zu einigen freistehenden Einfamilienhäusern reicht. Ein wichtiger Aspekt der Planung in Hamburg ist die soziale Vielfalt: Mehr als die Hälfte der neuen Wohneinheiten soll öffentlich gefördert oder im preisgedämpften Mietwohnungsbau entstehen, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Zusätzlich sind bis zu 20 Prozent der Wohneinheiten für Baugemeinschaften vorgesehen, die spezielle Wohnkonzepte umsetzen können.
Besonderen Wert legt das Projekt auf Nachhaltigkeit und eine zukunftsweisende Infrastruktur. Das neue Quartier in Hamburg erhält eine vollständig erneuerbare Wärmeversorgung, die über ein eigenes Wärmenetz der HEnW KommunalEnergie GmbH (HKE) bereitgestellt wird. Das Mobilitätskonzept zielt auf eine Reduzierung des Autoverkehrs ab, indem es eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr mit der S-Bahn-Station Fischbek und einer neuen Buslinie mit sechs Haltestellen gewährleistet. Zudem wird ein engmaschiges Netz für Fuß- und Radverkehr geschaffen, das die Fischbeker Reethen als „walkable city“ erschließt und Alltag ohne eigenes Auto erleichtern soll.
Die Fischbeker Reethen profitieren zudem von ihrer naturnahen Lage im Südwesten Hamburgs, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fischbeker Heide und zum Naturschutzgebiet Moorgürtel. Rund 18 Hektar Freiraumflächen sind eingeplant, darunter ein 850 Meter langer Grünzug namens „Blau-Grünes Band“, der hohe Aufenthalts- und Freizeitqualität bieten soll. Auch soziale Einrichtungen wie eine neue Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe, vier Kindertagesstätten, ein Haus der Jugend und Sportanlagen sind fest in die Planungen integriert. Der Baubeginn für die permanente Stadtteilschule, die etwa 50 Millionen Euro kosten wird, ist für 2027 geplant, nachdem der Schulbetrieb bereits im Sommer 2026 in einer temporären Einrichtung gestartet ist.
Die Erschließungsarbeiten für das Quartier in Hamburg haben begonnen, nachdem der Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 67 am 15. April 2026 festgestellt wurde. Zuvor hatte es im September 2024 eine Verzögerung aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs zum Vogelschutz gegeben, was eine erneute Auslegung des Bebauungsplanentwurfs im Juni und Juli 2025 erforderlich machte. Mit dem Hochbau der Wohngebäude wird ab 2028 gerechnet, und die gesamte Entwicklung des neuen Stadtteils soll voraussichtlich bis Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen sein.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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