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Bäderland Hamburg plant nach einem erfolgreichen Testbetrieb im Billebad, die Künstliche Intelligenz (KI) zur Überwachung in allen Hallenbädern der Hansestadt einzuführen. Ziel ist es, die Sicherheit in den Schwimmhallen deutlich zu erhöhen und das Personal am Beckenrand optimal zu unterstützen. Die Erprobung des Systems im Billebad, welches im Dezember 2024 begann, hat sich als erfolgreich erwiesen und Bäderland zieht eine positive Zwischenbilanz, was das zusätzliche Sicherheitsmaß von Gästen und Mitarbeitern anbelangt.
Die Technologie des israelischen Unternehmens Lynxight setzt auf spezielle Kameras, die unter der Hallendecke installiert sind – im Billebad beispielsweise neun Kameras über zwei Becken. Diese Kameras filmen die Wasserflächen lückenlos und aus mehreren Blickrichtungen bis zum Beckengrund. Die integrierte KI analysiert kontinuierlich Bewegungsmuster der Badegäste, wobei sie wichtige Körperpunkte wie Gelenke und Gliedmaßen erfasst, nicht aber Gesichter. Erkennt das System potenziell gefährliche Situationen, wie Anzeichen des stillen Ertrinkens, Krämpfe oder einen Herzinfarkt, sendet es innerhalb von Sekunden einen Alarm an die Smartwatches der Badeaufsichten. Die Smartwatch zeigt dabei nicht nur das betroffene Becken an, sondern kann auch die genaue Position der Person und ein Bild der Situation übermitteln.
Diese kamerabasierte Unterstützung soll das menschliche Personal am Beckenrand entlasten, aber keinesfalls ersetzen. Sie bietet einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zum menschlichen Auge, das durch Ablenkungen oder schlechte Sichtverhältnisse beeinträchtigt sein kann, ist die KI stets fokussiert und hat das gesamte Becken im Blick. Dies ermöglicht ein schnelleres Erkennen von Notsituationen und kann im Ernstfall wertvolle Sekunden für lebensrettende Maßnahmen gewinnen. Die Einführung des Systems wurde auch durch tragische Badeunfälle in der Vergangenheit, wie den tödlichen Unfall eines fünfjährigen Mädchens im Bad Bondenwald 2023, befeuert.
Datenschutz spielt bei der Implementierung dieser Überwachungssysteme in Hamburg eine zentrale Rolle. Bäderland betont, dass die Bilder aus Datenschutzgründen sofort wieder gelöscht werden – teilweise innerhalb von 15 Sekunden oder weniger als einer Minute – und lokal auf einem Bäderland-Server verarbeitet werden, ohne dass Daten ins Internet oder in eine Cloud gelangen. Es werden keine personenbezogenen Daten im herkömmlichen Sinne gespeichert, sondern lediglich pseudonymisierte Bildaufnahmen in binäre Daten umgerechnet. Die strengen Hamburger Datenschutzauflagen führen jedoch dazu, dass die KI nicht eigenständig aus den erfassten Daten lernen kann, sondern auf Updates mit internationalem Datenmaterial angewiesen ist.
Die Kosten für die Ausstattung des Billebades beliefen sich auf einen höheren fünfstelligen Betrag; die vollständige Implementierung in rund 20 Bäderland-Standorten in Hamburg könnte sich auf eine halbe Million Euro oder mehr summieren. Der Test im Billebad läuft noch bis Sommer 2025, bevor die Ausweitung auf weitere Hallenbäder in der Hansestadt erfolgen soll. Erste Erfahrungen zeigen, dass das System nicht übersensibel ist und bisher keine Fehlalarme ausgelöst hat, was die Akzeptanz bei Gästen und Mitarbeitern weiter stärkt. Auch andere deutsche Städte wie Wiesbaden und Lippstadt setzen bereits auf ähnliche Technologien zur Steigerung der Badesicherheit.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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