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Bioabfälle zu Kompost: Stadtreinigung nimmt neue Halle in Betrieb

today12. Oktober 2026 1

Hintergrund
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Die Hamburger Stadtreinigung hat einen bedeutenden Schritt in ihrer nachhaltigen Abfallwirtschaft unternommen und eine neue „Rottehalle“ im Biogas- und Kompostwerk Bützberg in Tangstedt in Betrieb genommen. Mit dieser Erweiterung können zukünftig bis zu 90.000 Tonnen Bio- und Gartenabfälle aus Hamburg verarbeitet werden. Das entspricht einer nahezu Verdopplung der bisherigen jährlichen Kapazität und stärkt die Entsorgungssicherheit für einen wesentlichen Teil der Bioabfälle aus Hamburger Haushalten. Die neue Anlage ermöglicht eine noch effizientere Umwandlung dieser wertvollen Ressourcen in Biogas und hochwertigen Kompost, wie wir von RADIO REEPERBAHN Hamburg berichten.

Im Biogas- und Kompostwerk Bützberg durchlaufen die gesammelten organischen Abfälle einen zweistufigen Prozess. Zunächst wird aus dem Bioabfall in Fermentern Biogas gewonnen. Dieses Biogas wird anschließend zu Biomethan aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist oder zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt. Die verbleibenden Gärreste werden dann in den neuen Rottehallen auf belüfteten Feldern weiterverarbeitet. Eine spezielle Maschine namens „Wendelin“ sorgt dabei für regelmäßiges Wenden und Belüften des Materials. Dieser Kompostierungsprozess dauert etwa fünf Wochen und resultiert in hochwertigem Qualitätskompost.

Die Vorteile dieser modernen Verwertungsstrategie für die Hansestadt Hamburg sind vielfältig. Der produzierte Qualitätskompost dient als natürlicher Dünger, der den Einsatz chemischer Düngemittel reduziert, die Bodenqualität verbessert und zur Humusbildung beiträgt. Er wird sowohl an lokale Landwirte abgegeben als auch auf den Recyclinghöfen der Stadtreinigung an Bürger verkauft. Gleichzeitig leistet die Biogasproduktion einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, da Biomethan eine erneuerbare Energiequelle ist und zur Reduzierung von CO2-Emissionen beiträgt. Allein die Biogasanlage konnte laut Stadtreinigung bereits im Jahr 2011 rund 7.250 Tonnen CO2 jährlich einsparen.

Die Stadtreinigung Hamburg betont die Bedeutung der konsequenten Mülltrennung für den Erfolg dieser nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Schon jetzt trennen rund 1,3 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger ihren Bioabfall aktiv über die grüne Biotonne. Analysen zeigen jedoch, dass immer noch mehr als ein Drittel der Bioabfälle im Restmüll landen, was ein erhebliches weiteres Potenzial für die Umwelt und die Entsorgungskosten darstellt. Die Biotonne ist zudem deutlich günstiger als die Restmülltonne. Wichtig ist dabei, dass ausschließlich organische Materialien in die grüne Tonne gehören und insbesondere Plastik – auch als „kompostierbar“ deklarierte Beutel – vermieden werden, da diese den Verwertungsprozess stören. Kostenlose Papiertüten zur Vorsammlung stellt die Stadtreinigung Hamburg ihren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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