Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Ein 18-Jähriger ist in Hamburg wegen Mordes verurteilt worden, nachdem er im Januar mit hohem Tempo und ohne Führerschein einen tödlichen Unfall an der Alster verursacht hatte. Das Gericht verhängte gegen den jungen Mann eine Jugendstrafe für die tragische Tat. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg sprach das Urteil am heutigen Freitag aus. Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen des 31. Januar vor dem Hotel Atlantic an der Alster, Ecke Holzdamm.
Die Verfolgungsjagd durch Hamburg begann, als eine Polizeistreife den damals 17-Jährigen gegen 6:18 Uhr im Stadtteil Eimsbüttel kontrollieren wollte. Der Fahrer eines schwarzen BMW 320 ignorierte jedoch die Anweisungen der Beamten und gab stattdessen Gas. Seine Flucht führte ihn mit bis zu 146 km/h über rote Ampeln und teilweise im Gegenverkehr durch die Hamburger Innenstadt. Die Richterin der Jugendkammer beschrieb die Fahrt als „Harakiri“ und eine „Wette auf Leben und Tod“. Zudem stand der junge Mann unter Drogeneinfluss, wie die Polizei durch Marihuanageruch im Fahrzeug feststellte.
An der Straße An der Alster, nahe der Kennedybrücke, verlor der Fahrer bei einer Geschwindigkeit von mindestens 115 km/h die Kontrolle über seinen Wagen und raste ungebremst in den Gegenverkehr. Der BMW prallte frontal gegen einen Mercedes-Transporter. Bei dem Zusammenstoß erlitt der 35-jährige Beifahrer des BMW tödliche Verletzungen und starb noch vor Ort beziehungsweise kurz darauf im Krankenhaus. Der 28-jährige Fahrer des Transporters wurde ebenfalls verletzt und leidet seither an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten unter anderem wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
Das Gericht verurteilte den heute 18-Jährigen zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren und verhängte zudem ein fünfjähriges Führerscheinverbot. Die Jugendkammer sah den Vorwurf des Mordes als erwiesen an, da der Angeklagte mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt habe. Ihm sei bewusst gewesen, dass seine rücksichtslose Fahrweise den Tod anderer Menschen in Kauf nimmt, da ihm das Leben anderer und sein eigenes gleichgültig waren. Der Prozess wurde teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt, da der Verurteilte zum Zeitpunkt der Tat erst wenige Wochen volljährig war.
Der in Afghanistan geborene Angeklagte, der im Alter von 13 Jahren nach Deutschland kam, hatte vor Gericht angegeben, den BMW, den er als 17-Jähriger ohne Führerschein für 3700 Euro kaufte, mit Bürgergeld finanziert zu haben. Das Gericht folgte dieser Darstellung jedoch nicht und ging davon aus, dass das Fahrzeug durch den Handel mit Marihuana bezahlt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. RADIO REEPERBAHN Hamburg wird die weitere Entwicklung dieses bedeutenden Falls aufmerksam verfolgen.
Symbolbild – Foto: Julien / Pexels
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG