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Eimsbüttel erwägt „Tokio-Kreuzung“ an der Osterstraße

today9. Oktober 2026 5

Hintergrund
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Die Bezirksfraktionen von SPD und Grünen in Eimsbüttel verfolgen den Plan, an der viel frequentierten Kreuzung Osterstraße/Heußweg eine sogenannte Diagonalquerung für Fußgänger einzurichten. Dieses innovative Verkehrskonzept, auch bekannt als „Alle-gehen-Kreuzung“ oder „X-Kreuzung“, soll die Sicherheit und den Verkehrsfluss für Passanten in diesem belebten Hamburger Stadtteil maßgeblich verbessern. Der Vorstoß zielt darauf ab, ein in Deutschland noch seltenes, aber international erprobtes System in der Hansestadt zu etablieren.

Das Prinzip der Diagonalquerung ist einfach und effektiv: Während einer speziellen Ampelphase erhalten alle Fußgänger gleichzeitig Grünlicht. Dies ermöglicht es ihnen, die Kreuzung nicht nur wie üblich rechtwinklig zu überqueren, sondern auch diagonal, also von einer Ecke direkt zur gegenüberliegenden. Der gesamte Fahrzeugverkehr wird währenddessen in alle Richtungen angehalten. Dieses Modell, dessen berühmtestes Beispiel die Shibuya-Kreuzung in Tokio ist, verspricht eine erhebliche Erhöhung der Fußgängersicherheit, da Konflikte mit abbiegendem Fahrzeugverkehr gänzlich vermieden werden.

Die Kreuzung Osterstraße/Heußweg gilt den Befürwortern als besonders geeigneter Standort für ein solches Pilotprojekt in Hamburg. Ein wesentlicher Grund dafür sind die Zugänge zur U-Bahnlinie U2, deren Bahnsteige nur über separate Eingänge auf verschiedenen Seiten der Kreuzung erreichbar sind. Dies führt dazu, dass U-Bahn-Fahrgäste häufig mehr als eine der beiden Straßen queren müssen, was das Verkehrsaufkommen für Fußgänger an diesem Punkt besonders hoch macht.

Diagonalquerungen sind in Deutschland noch eine Seltenheit, doch es gibt bereits Beispiele und weitere Pläne. So wurde im Januar 2022 in München die Einrichtung einer solchen „Tokio-Ampelschaltung“ im Bereich des Hauptbahnhofs beschlossen. Weitere Diagonalquerungen finden sich vereinzelt in Köln, Berlin und Witten. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) stellte bereits 2011 fest, dass solche Kreuzungen Unfälle zwischen abbiegenden Fahrzeugen und Fußgängern vermeiden können, weist aber auch auf potenziell längere Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer hin. Die Umsetzung des Vorhabens an der Osterstraße wird sicherlich mit Spannung verfolgt und könnte, wie Radio Reeperbahn Hamburg berichtet, ein wegweisendes Projekt für die zukünftige Stadtentwicklung sein, obwohl es auch Stimmen gibt, die, wie die CDU Eimsbüttel, die Notwendigkeit und Kosten infrage stellen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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