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Dradenau: Testlauf im Energiepark Hafen offenbar geglückt

today8. Oktober 2026 2

Hintergrund
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Ein wichtiger Meilenstein für die Hamburger Energiewende ist erreicht: Die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) im Energiepark Hafen auf der Dradenau hat erfolgreich ihren ersten Gasturbinen-Testlauf absolviert. Die Entwicklung des Energieparks Hafen schreitet damit weiter voran und bringt die Hansestadt ihrem Ziel, das Heizkraftwerk Wedel abzulösen und bis 2030 aus der Kohleverstromung auszusteigen, einen entscheidenden Schritt näher. Der erfolgreiche Test ist eine zentrale Botschaft für die Menschen in Hamburg, die gespannt die Fortschritte dieses Großprojekts verfolgen.

Das Herzstück des Energieparks Hafen in Hamburg-Waltershof bildet eine hochmoderne Gas- und Dampfturbinenanlage, die bis Jahresende Wärme und Strom für das Stadtnetz erzeugen soll. Das Konzept des Energieparks ist in Deutschland neuartig: Er ist modular aufgebaut und bündelt verschiedene klimaneutrale Wärmequellen. Dazu gehören Abwärme aus umliegenden Industriebetrieben, der Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm sowie aus dem Klärwerk Dradenau. Ergänzt wird dies durch eine Power-to-Heat-Anlage und einen Wärmespeicher. Die auf der Elbinsel Dradenau erzeugte Wärme wird über die sogenannte Südleitung, eine 7,6 Kilometer lange Fernwärmetrasse inklusive eines Elbtunnels, in das bestehende Fernwärmenetz nördlich der Elbe eingespeist und kann rechnerisch bis zu 180.000 Wohneinheiten versorgen.

Nach aktuellen Planungen soll die GuD-Anlage auf der Dradenau bis Ende 2026 in Betrieb gehen und damit die Wärmeproduktion für den Hamburger Westen übernehmen. Das Kohlekraftwerk Wedel, das seit Jahrzehnten die Fernwärmeversorgung mitprägte, wird voraussichtlich zum Ende der Heizperiode 2026/2027 vom Netz genommen und im Juli 2027 endgültig stillgelegt. Der Bau des Energieparks war nicht ohne Herausforderungen: Mehrarbeiten an Teilen des Rohrleitungssystems führten im vergangenen Jahr zu einer mehrmonatigen Verzögerung und erhöhten die Kosten für die KWK-Anlage auf rund 650 Millionen Euro. Trotz dieser Rückschläge und Mehrkosten von rund acht Prozent halten die Hamburger Energiewerke am Ziel fest, den Kohleausstieg in Hamburg bis spätestens 2030 umzusetzen.

Der Energiepark Hafen ist ein entscheidender Baustein für die Klima- und Wärmewende in der Stadt Hamburg und trägt maßgeblich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei. Die Ablösung des Kohlekraftwerks Wedel durch die neue Anlage und die Integration vielfältiger klimaneutraler Quellen soll jährlich rund 360.000 Tonnen CO2 einsparen. Ein zukunftsweisender Aspekt ist auch die Wasserstoff-Readiness der GuD-Anlage und ihrer Anschlussleitungen, die einen späteren Betrieb mit hohen Anteilen von grünem Wasserstoff ermöglichen soll. Für uns von RADIO REEPERBAHN ist es wichtig, über solche wegweisenden Projekte zu berichten, die Hamburg auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung voranbringen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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