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Klebefäden an Haustüren: Polizei warnt vor Einbruchs-Masche

today8. Oktober 2026 1

Hintergrund
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Die Hamburger Polizei warnt eindringlich vor einer perfiden neuen Masche von Einbrechern, die die beginnende dunkle Jahreszeit gezielt ausnutzen. Wie der Sender RADIO REEPERBAHN erfahren hat, markieren Kriminelle potenzielle Einbruchsobjekte in Hamburg mit kaum sichtbaren Klebefäden an Haustüren, um die Abwesenheit von Bewohnern auszuspähen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, aufmerksam zu sein und verdächtige Zeichen sofort zu melden.

Diese sogenannte „Klebefäden-Masche“ dient den Tätern als raffinierte Abwesenheitskontrolle. Dabei befestigen Einbrecherbanden sehr feine und auf den ersten Blick kaum erkennbare Fäden oder kleine Plastikschnipsel zwischen dem Türblatt und der Türzarge. Das Ziel ist, festzustellen, ob eine Wohnung oder ein Haus über einen längeren Zeitraum nicht betreten oder verlassen wird. Bleibt der Klebefaden intakt, ist dies für die Kriminellen ein Indiz dafür, dass die Bewohner abwesend sind und das Objekt sich für einen Einbruch eignet. Die Polizei Hamburg weist darauf hin, dass diese Markierungen häufig nur bei genauem Hinsehen oder sogar mithilfe einer Taschenlampe entdeckt werden können.

Die dunkle Jahreszeit gilt traditionell als Hochsaison für Einbrüche, da die frühe Dämmerung den Tätern mehr Schutz bietet. Die Hamburger Polizei verzeichnete im Jahr 2023 bereits 3080 Einbrüche in der Hansestadt, eine Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, mit einer Aufklärungsquote von lediglich 7,9 Prozent. Neben den Klebefäden nutzen Einbrecher auch andere, modernisierte Formen von „Gaunerzinken“. Dies können unauffällige Aufkleber, Klebebandreste oder kleine Markierungen an Briefkästen, Klingelschildern oder Gartenzäunen sein. Auch überquellende Briefkästen oder dauerhaft geschlossene Rollläden gelten als „wahre Gaunerzinken“, die auf Abwesenheit hindeuten.

Um sich und Ihr Eigentum zu schützen, empfiehlt die Polizei Hamburg eine erhöhte Wachsamkeit und präventive Maßnahmen. Haus- und Wohnungstüren sollten beim Verlassen immer zweifach abgeschlossen und Fenster niemals gekippt gelassen werden. Um die Anwesenheit zu simulieren, raten die Beamten dazu, Zeitschaltuhren für Beleuchtung zu nutzen und Nachbarn über längere Abwesenheiten zu informieren, damit diese zum Beispiel den Briefkasten leeren. Wichtig ist auch, verdächtige Personen oder Beobachtungen unverzüglich der Polizei über den Notruf 110 oder das Hinweistelefon unter 040/4286-56789 zu melden. Eine direkte Konfrontation mit potenziellen Einbrechern sollte stets vermieden werden.

Für ausführliche und kostenlose Beratung zum Einbruchschutz steht die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Landeskriminalamtes Hamburg in der Caffamacherreihe 4 zur Verfügung. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger produktneutral über mechanische Sicherungen und Verhaltensweisen informieren, um ihr Zuhause besser zu schützen. Gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit, ist es entscheidend, proaktiv zu handeln und so den Kriminellen an der Reeperbahn und in ganz Hamburg das Handwerk zu legen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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