Listeners:
Top-Hörer:
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Die Hits von St. Pauli
RADIO REEPERBAHN Dance Die Dance Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 80er Die 80er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Weihnachten Die Weihnachts-Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Deep Die Deephouse Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN 90er Die 90er Hits von St. Pauli
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Malle Die Hits von Mallorca
play_arrow
RADIO REEPERBAHN Schlager Die Schlager Hits von St. Pauli
Hamburger Schülerinnen und Schüler sollen künftig verpflichtend Gedenkstätten besuchen, die an die Gräueltaten des Nationalsozialismus erinnern. Dies gaben die Bildungs- und Kulturbehörde Hamburgs bekannt und etablieren damit einen Pflichtbesuch, um die Erinnerungskultur in der Hansestadt nachhaltig zu stärken. Die neue Regelung tritt mit dem aktuellen Schuljahr in Kraft und sieht vor, dass Lernende ab der fünften Klasse mindestens einmal während ihrer Schullaufbahn eine solche Gedenkstätte aufsuchen.
Die Notwendigkeit dieser Maßnahme begründeten Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) und Kultursenator Carsten Brosda (SPD) auf einer Landespressekonferenz. Laut Senatorin Bekeris sei die „Erinnerung am Küchentisch“ zunehmend seltener geworden, da es immer weniger Zeitzeugen gebe, die persönliche Berichte aus der NS-Zeit weitergeben könnten. Die Gedenkstättenbesuche sollen diese Lücke füllen und den Schülern eine direkte Auseinandersetzung mit der Geschichte der Verfolgung und Vernichtung ermöglichen. Kultursenator Brosda verwies zudem auf aktuelle politische Entwicklungen wie Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien und die Debatte um Stolpersteine, um die dringende Bedeutung historischer Bildung hervorzuheben. Die Besuche zielen darauf ab, das Wissen über die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik zu vertiefen und gleichzeitig demokratische Werte, historische Verantwortung sowie die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu festigen.
Hamburg ist nach Bayern und dem Saarland das dritte Bundesland, das einen solchen Pflichtbesuch einführt, obwohl bereits etwa 80 Prozent der Hamburger Schulen Gedenkstättenbesuche in ihren Lehrplänen vorsehen. Die Schul- und Kulturbehörde empfehlen acht Gedenkstätten und Lernorte in Hamburg, die für diese verpflichtenden Exkursionen infrage kommen. Dazu gehören die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Geschichtsort Stadthaus, das Denkmal Hannoverscher Bahnhof, das Mahnmal St. Nikolai sowie die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel, Poppenbüttel und die Israelitische Töchterschule. Oliver von Wrochem, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten, betonte dabei: „Gedenkstätten sind keine negativen Orte. Sie sind Zeugen dieser Zeit.“
Die Kosten für die Schülerinnen und Schüler entfallen, da die Fahrten zu den Gedenkstätten kostenfrei sein werden. Zudem wird der Besuch nicht als isolierter Ausflug betrachtet: Eine umfassende pädagogische Vor- und Nachbereitung im Unterricht ist vorgesehen, um ein nachhaltiges Lernen zu gewährleisten. Auch die Lehrkräfte sollen gezielt geschult werden, um die Schülerinnen und Schüler optimal auf diese wichtige Begegnung mit der Geschichte vorzubereiten und die Eindrücke anschließend im Klassenzimmer zu vertiefen. Mit dieser Initiative stärkt Hamburg seine Rolle in der Erinnerungskultur und Demokratiebildung. RADIO REEPERBAHN Hamburg wird die weitere Umsetzung dieses wichtigen Bildungsprojekts verfolgen und darüber berichten.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
© 2026 Copyright Eyecansee Communications GmbH & Co. KG