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Die international anerkannte Regierung im Jemen hat eine umfassende Militäroperation gegen die pro-iranische Huthi-Miliz angekündigt, mit dem erklärten Ziel, das Land aus dem Griff der Gruppe zu befreien, nachdem diese zuletzt militärische Erfolge verzeichnen konnte. Die geplante Offensive soll sich auf alle aktiven Frontlinien im Land erstrecken, wie Raschad al-Alimi, ein Mitglied des Präsidialen Führungsrats, über den regierungsnahen Fernsehsender Yemen TV bekannt gab. Er warf den Huthi vor, auf Deeskalationsbemühungen mit weiterer Mobilisierung und Eskalation zu reagieren und ihre Angriffe auf Zivilisten, staatliche Einrichtungen, Nachbarländer und globale Schifffahrtsrouten auszuweiten.
Der Jemen ist seit 2014/2015 Schauplatz eines Bürgerkriegs, der sich zu einer der weltweit schlimmsten humanitären Krisen entwickelt hat. Die Huthi, die dem schiitischen Glauben der Zaiditen angehören, streben die Machtübernahme über den gesamten Jemen an und werden vom Iran unterstützt. Seit 2015 intervenierte eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition militärisch im Konflikt, um die international anerkannte Regierung zu unterstützen. Trotz phasenweiser relativer Waffenruhe, zuletzt zwischen April und Oktober 2022, haben sich die Kriegshandlungen immer wieder verschärft.
Jüngste militärische Erfolge der Huthi-Miliz umfassen eine Blitzoffensive im September, bei der sie die gesamte Rotmeerküste des Jemen unter ihre Kontrolle brachten und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab verschafften. Diese strategische Kontrolle ermöglichte es den Huthi, seit Oktober 2023 wiederholt Handelsschiffe im Roten Meer anzugreifen, um die Hamas im Gazastreifen zu unterstützen. Als Reaktion darauf haben die USA, Großbritannien und auch die EU mit einem Militäreinsatz Stellungen der Huthi angegriffen.
Die Ankündigung einer Großoffensive droht die bereits katastrophale humanitäre Lage im Jemen weiter zu verschärfen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung, fast 22 von rund 33 Millionen Einwohnern, ist auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter knapp 13 Millionen Kinder. Allein im September wurden innerhalb von zwei Wochen mehr als 104.000 Menschen vertrieben, darunter über 57.000 Kinder. Das Gesundheitssystem ist vielerorts zusammengebrochen, und die Versorgung mit Nahrung, sauberem Wasser und Bildung ist stark beeinträchtigt. Hier bei RADIO REEPERBAHN in Hamburg beobachten wir diese Entwicklungen mit großer Sorge.
Internationale Organisationen wie UNICEF und die Vereinten Nationen warnen eindringlich vor den Folgen der anhaltenden Gewalt. Der Konflikt hat zu massiver Mangelernährung geführt, wobei jedes zweite Kind unter fünf Jahren im Jemen akut unterernährt ist. Die Vereinten Nationen bemühen sich seit Beginn des Konflikts um eine politische Lösung und einen nachhaltigen Frieden, jedoch zeigten auch neue Konsultationen Mitte 2024 zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung unter UN-Vermittlung keine Fortschritte. Die internationale Gemeinschaft, darunter Deutschland, unterstützt die Friedensbemühungen der UN, doch die Finanzierung der humanitären Hilfe bleibt eine Herausforderung.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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