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Bundesregierung plant bundesweite Primärversorgung im Gesundheitswesen

today2. Oktober 2026 3

Hintergrund
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Die Bundesregierung treibt derzeit umfassende Reformen im deutschen Gesundheitswesen voran und plant die bundesweite Einführung eines sogenannten Primärversorgungssystems. Kern dieses Modells ist die Stärkung der Hausarztrolle, der künftig als erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten dienen soll, um eine effektivere Steuerung der medizinischen Versorgung zu gewährleisten. Dieses Prinzip, das in Baden-Württemberg bereits seit fast 20 Jahren erfolgreich praktiziert wird, soll landesweit die Gesundheitsversorgung verbessern und ist ein zentrales Anliegen der aktuellen Gesundheitspolitik, wie auch von RADIO REEPERBAHN aus Hamburg verfolgt.

Das in Baden-Württemberg etablierte Modell der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) dient hierbei als Blaupause. Patienten, die sich freiwillig in dieses Programm einschreiben, verpflichten sich, bei gesundheitlichen Beschwerden zuerst ihren gewählten Hausarzt zu konsultieren. Ausgenommen sind in der Regel Notfälle sowie Besuche bei Augen-, Frauen-, Kinder- und Zahnärzten. Wissenschaftliche Evaluationen belegen positive Effekte der HZV, darunter eine verbesserte Koordination der Versorgung und eine Reduzierung unkoordinierter Facharztkontakte um bis zu 50 Prozent im Jahr 2022. Zudem wurden geringere Hospitalisierungsraten und weniger Notdiensteinsätze verzeichnet, insbesondere bei vulnerablen Patientengruppen wie Herzinsuffizienz-Erkrankten. Auch für chronisch kranke Patienten, beispielsweise Diabetiker, zeigten sich weniger schwerwiegende Krankheitsverläufe.

Ziel der bundesweiten Einführung ist es, unnötige Arztbesuche, Fehlversorgungen und überlange Wartezeiten bei Fachärzten zu vermeiden. Deutschland gehört tatsächlich zu den wenigen europäischen Ländern, die noch kein verpflichtendes Primärarztsystem etabliert haben. Durch die primärärztliche Steuerung soll der Zugang zu spezialisierter Versorgung bedarfsgerechter und strukturierter organisiert werden. Ein wichtiges Element dabei ist auch der Aufbau multiprofessioneller Praxisteams, die neben Ärzten auch Pflegefachpersonen, Medizinische Fachangestellte (MFAs) und Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAHs) umfassen. Dies soll die Leistungsfähigkeit der Hausarztpraxen stärken und eine umfassende Betreuung ermöglichen.

Die konkreten Pläne der Bundesregierung nehmen Gestalt an. Ein Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Schaffung eines solchen Primärarztsystems wird für das Jahr 2026 erwartet, mit dem Ziel, dass die Reform bereits ab 2027 wirksam wird. Im Januar 2026 wurde hierzu ein Fachdialog unter Beteiligung verschiedener Akteure des Gesundheitswesens gestartet, der von der Bundesärztekammer grundsätzlich begrüßt wurde. Die Einführung des Systems muss jedoch Herausforderungen berücksichtigen, wie die Sicherstellung ausreichender hausärztlicher Kapazitäten, um eine Überlastung zu vermeiden. Auch Fragen der freien Arztwahl und möglicher regionaler Unterschiede, insbesondere in ländlichen Gebieten oder für Patientinnen und Patienten in einer Großstadt wie Hamburg, sind Teil der Diskussion. Eine zentrale Rolle sollen dabei auch digitale Ersteinschätzungstools und die elektronische Überweisung spielen, um die Patientennavigation zu verbessern.

Insgesamt verspricht die geplante bundesweite Primärversorgung eine zukunftsorientierte Umgestaltung des Gesundheitssystems, die auf eine höhere Behandlungsqualität, bessere Koordination und eine effizientere Nutzung medizinischer Ressourcen abzielt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Hamburg und ganz Deutschland könnte dies einen transparenteren und gezielteren Weg durch die Gesundheitsversorgung bedeuten, indem der Hausarzt als verlässlicher Lotse fungiert.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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