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Demis Volpi, der frühere Intendant des Hamburg Balletts, hat sich erstmals öffentlich zu den Umständen seiner Entlassung vor rund einem Jahr geäußert und dabei berichtet, wie er in dieser Zeit als „Monster dargestellt“ worden sei. Diese Äußerungen Volpis finden aktuell breite Beachtung in der Kulturszene Hamburgs. RADIO REEPERBAHN Hamburg greift diese Meldung auf und liefert weitere Hintergrundinformationen zu den turbulenten Ereignissen, die zu Volpis vorzeitigem Abschied führten.
Volpi, der im August 2024 die hochkarätige Nachfolge von Ballett-Ikone John Neumeier angetreten hatte, musste bereits im Juni 2025, nach weniger als einem Jahr im Amt, das Hamburg Ballett verlassen. Diesem drastischen Schritt waren massive Vorwürfe vonseiten der Compagnie vorausgegangen. Tänzerinnen und Tänzer hatten ihm in einem Brief an Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda ein schlechtes Arbeitsklima, Psychotricks, Machtspiele und mangelnde Kompetenz vorgeworfen. Mehr als die Hälfte der Compagnie soll den Brief an den Kultursenator gesandt haben. Eine junge Tänzerin soll im Mai 2025 eine Panikattacke erlitten haben, als Volpi den Probenraum betrat.
Die Hamburgische Staatsoper stimmte einer vorzeitigen Vertragsauflösung zu und Volpi wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. Nach seiner Demission äußerte sich Volpi zunächst verständnisvoll zu den Vorwürfen und sprach von Spannungen, die sich durch den Veränderungsprozess am Haus begründen ließen. Er räumte zudem ein, „vielleicht hätte ich besser hinhören müssen.“ Sein geplantes Stück „Demian“ nach Hermann Hesse wurde daraufhin ebenfalls abgesagt.
Nach Volpis Abschied übernahm eine gemeinschaftliche Interimsleitung die Führung des Hamburg Balletts, bestehend aus Lloyd Riggins als künstlerischem Ballettdirektor, Nicolas Hartmann als geschäftsführendem Ballettbetriebsdirektor und Gigi Hyatt als interimistischer Ballettschuldirektorin. Dieses Team, das als enge Vertraute von John Neumeier gilt, sollte ursprünglich bis zum Ende der Spielzeit 2025/2026 die Leitung innehaben. Doch die Interimsleitung wurde im März 2026 vom Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper unter dem Vorsitz von Kultursenator Carsten Brosda bis Mitte 2027 verlängert. Dies unterstreicht die weiterhin schwierige Suche nach einer dauerhaften Nachfolge für die ikonische Position des Ballettintendanten in der Hansestadt.
Eine im September 2026 veröffentlichte Dokumentation der Filmemacherin Kim Hess über den Übergang am Hamburg Ballett stellte indes fest, dass sich alle Vorwürfe gegen Demis Volpi als unhaltbar erwiesen hätten. Hess betonte in diesem Zusammenhang, wie sehr die mediale Berichterstattung die öffentliche Wahrnehmung von Ereignissen prägen kann. Die Fortsetzung der Interimsleitung sichert aktuell eine stabile Basis für die Entwicklung des Hamburg Balletts, während die Suche nach einer neuen Ballettintendanz parallel weiterläuft.
Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.
Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.
Geschrieben von: Redaktion
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