Hamburg Update

Ermittler zerschlagen Cybercrime-Netzwerk jugendlicher Täter

today1. Oktober 2026 3

Hintergrund
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Hamburger Ermittler haben in einer international koordinierten Aktion ein jugendliches Cybercrime-Netzwerk namens „KillSec“ zerschlagen. Unter der Führung von Beamten aus der Hansestadt gelang der Einsatz mehrerer Behörden, bei dem ein mutmaßlicher Haupttäter im Alter von nur 16 Jahren identifiziert wurde. Die weitreichende Operation mit dem Namen „KillSwitch“ führte am 30. September 2026 zur Übernahme der Leak-Seite der Gruppierung durch die Strafverfolgungsbehörden und zur Sicherstellung von über 110 Terabyte an Daten.

Das Netzwerk „KillSec“, das seit etwa 2024 aktiv war und dessen Ermittlungen Anfang 2025 begannen, spezialisierte sich auf Ransomware-basierte Erpressungen. Die Täter nutzten eine sogenannte „Doppelerpressung“, bei der sie nicht nur Daten verschlüsselten, sondern auch damit drohten, gestohlene sensible Informationen zu veröffentlichen, falls die Lösegeldforderungen nicht erfüllt würden. KillSec verschaffte sich Zugang zu Systemen von Organisationen, indem sie Software-Schwachstellen, schlecht gesicherte Zugangspunkte – insbesondere zu Cloud-Speichern – sowie Phishing-E-Mails und Brute-Force-Angriffe über Remote Desktop Protocol (RDP) ausnutzten. Die Gruppierung soll zudem künstliche Intelligenz eingesetzt haben, um ihre Ransomware-Infrastruktur aufzubauen, zu betreiben und potenzielle Opfer zu identifizieren.

Die Dimension der Angriffe war global: „KillSec“ werden rund 1.000 mutmaßliche Cyberattacken weltweit zugerechnet. Davon stehen mindestens 70 Fälle im Zusammenhang mit Deutschland, und 18 Angriffe weisen einen direkten Bezug zu Hamburg auf. Rund 500 dieser Attacken konnten bislang als erfolgreich identifiziert werden.

Die Operation gegen „KillSec“ wurde federführend vom Landeskriminalamt Hamburg und der Staatsanwaltschaft Hamburg geleitet. An der internationalen Zusammenarbeit waren Behörden aus Belgien, Deutschland, Finnland, Griechenland, den Niederlanden, Rumänien, der Schweiz, Spanien, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten beteiligt, unterstützt von Europol und Eurojust. Im Zuge des Einsatzes wurden drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen und acht Objekte in Griechenland, Rumänien, Spanien und dem Vereinigten Königreich durchsucht. Dabei stellten die Beamten fünf zentrale Server sicher, die mutmaßlich zur Steuerung der Aktivitäten und zur Speicherung der entwendeten Daten dienten.

Neben dem 16-jährigen Hauptverdächtigen identifizierten die Ermittler auch weitere Rollen innerhalb des Netzwerks, darunter einen mutmaßlichen Entwickler, der zum Zeitpunkt einiger Taten ebenfalls noch minderjährig war, sowie einen Verhandlungsführer und einen Vertriebspartner. Die Zerschlagung dieses global agierenden Cybercrime-Netzwerks durch die Behörden, mit entscheidender Hamburger Führung, ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die zunehmende Jugend-Cyberkriminalität und sendet ein klares Signal an kriminelle Gruppen im digitalen Raum. RADIO REEPERBAHN wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen.

Hinweis: Das Bild zu diesem Beitrag kann KI-generiert sein.

Hinweis: Bei der Bearbeitung dieses Beitrags kann Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sein.

Geschrieben von: Redaktion

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